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Groß war das Interesse bei der ersten Jungbürgerversammlung in Erdweg.

Jungbürgerversammlung in Erdweg

Bunt gemischt und sehr interessiert

Er hat auf gute Beteiligung gehofft und gleich mal den Florian-Sebastian-Saal im Wirtshaus am Erdweg gebucht. Und die Erwartungen von Erdwegs Bürgermeister Christian Blatt wurden nicht enttäuscht. 

Erdweg – Bunt gemischt war das Publikum: der Student neben dem Mittelschüler oder Auszubildenden, der 13-Jährige neben den über 20-Jährigen – und fast alle Ortsteile der Gemeinde Erdweg waren vertreten. Über 40 Interessierte kamen zur ersten Jungbürgerversammlung der Gemeinde. Eine gelungene Premiere.

„Ich will schon wissen, was Euch bewegt. Der Kontakt zu Euch ist mir wichtig“, betonte Bürgermeister Blatt ein ums andere Mal. Mit dabei war auch zweiter Bürgermeister Otmar Parsche sowie Elisabeth Moor und Johannes Bockermann vom Kreisjugendring. Besonders eifrig war Raphael Lugmair (23) aus Erdweg. Er wollte gleich mal wissen, wie er sich selbst in der Kommunalpolitik engagieren kann. Christian Blatt riet ihm, nicht nur Gemeinderatssitzungen zu besuchen, was Lugmair schon getan hat, sondern auch Stammtische von Parteien oder Wählergruppen – oder ins Rathaus zu kommen, wo man ihm Kontakte vermitteln könne.   

Lugmair wollte auch Auskunft darüber, ob in nichtöffentlichen Sitzungen etwas verheimlicht werden soll. Dazu erklärte ihm der Gemeindechef, dass in diesem Sitzungsteil beispielsweise Grundstücks-, Personalangelegenheiten oder Verträge behandelt werden. „Sensible Daten, die geschützt werden sollen“, so Blatt.

Lara Benesch (15) aus Kleinberghofen wünscht sich für die Jugendlichen eine Feuerstelle zum Grillen. Hier machte Blatt auf die Haftungsproblematik aufmerksam, sagte aber zu, das bei der Planung zur Sportplatzverlegung als Anregung mitzunehmen. Wünsche, was dort noch mit einbezogen werden soll, sollten generell jetzt mit auf den Weg gegeben werden.

Stefan Riepl (19) aus Welshofen fragte nach der Möglichkeit einer Ampel oder eines Zebrastreifens an der Staatsstraße, weil es schwierig und gefährlich sei, diese zu überqueren, wenn der Schulbus abgefahren ist. Der Gemeindechef gab zu bedenken, dass eine Staatsstraße keine Gemeindeangelegenheit sei und unter anderem eine Verkehrszählung für eine Überquerungshilfe erforderlich sei. Nach der Bürgerversammlung in Welshofen, wo das Thema ebenfalls angeschnitten wurde, habe er jedoch der Verwaltung den Auftrag erteilt, zu eruieren, wo, zu welchen Zeiten und welche Busse mit wie vielen Kindern in Welshofen halten.

Eine 24-Jährige erkundigte sich nach Freizeitmöglichkeiten für junge Leute, die nicht mehr ins Juz gehen. Christian Blatt machte auf die große Anzahl von Vereinen und Veranstaltungen der Vhs aufmerksam. Er wolle mit dem Jugendbetreuer aber noch überlegen, was man sonst noch anbieten könne.

Josef List (21), Student, bat um längere Öffnungszeiten im Rathaus, um dort auch einmal etwas erledigen zu können. Hier verwies der Bürgermeister auf den immer stärkeren Online-Service und auf eine geplante kleine Umstrukturierung im Rathaus.

Dass das Essen in der Mittagsbetreuung nicht so gut ankommt, war nicht nur Lara Beneschs Meinung. Sie habe mittlerweile abbestellt. Der Gemeindechef will nun überprüfen, wie lang der Vertrag mit dem Caterer läuft und wann man kündigen kann. Auch bei den Kindergärten gibt es mittlerweile einen anderen Essenslieferanten.

Öffentliche Toiletten am Bahnhof wünscht sich Jasmin Limbach (17). „Gedanklich sind die schon da“, so Blatt. Im Budget für 2019 ist dafür etwas vorgesehen.

sas

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