Es heißt Abschied nehmen: Birgitta Graf und Manfred Eichner (l.) danken Diakon Jürgen Richter für seinen Einsatz. gh
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Es heißt Abschied nehmen: Birgitta Graf und Manfred Eichner (l.) danken Diakon Jürgen Richter für seinen Einsatz.

Pfarrgemeinde nimmt in Pfarrkirche Abschied

Diakon Jürgen Richter verlässt den Pfarrverband Altomünster

In den vergangenen Monaten mussten die Gläubigen aus dem Pfarrverband Altomünster viele Verabschiedungen hinnehmen. Nach Pater Clemens und Pater Walter, die im ersten Halbjahr vom Kloster Maria Birnbaum zu anderen Aufgaben wechselten, hieß es nun zudem Abschied nehmen von Diakon Jürgen Richter.

Altomünster – Diakon Jürgen Richter wirkte hier zehn Jahre lang als Diakon neben seiner beruflichen Tätigkeit als Bankangestellter. Für ihn war es nun eine Herzensangelegenheit, dass er seinen Beruf als „Bänker“ nach 27 Jahren an den Nagel hängt, um künftig als Diakon im Hauptberuf zu wirken. „Ich will versuchen, einem neuen Impuls zu folgen. Ob es mir gelingt, weiß ich nicht“, gab Richter bei seinen Abschiedsworten in der Altomünsterer Pfarrkirche zu. Aber es sei ihm ein großes Anliegen, das Wort Gottes und seine Liebe hinaus zu den Menschen zu tragen. Der Weg, der vor ihm liege, sei zwar nicht einfach, „aber ich glaube fest daran, dass Gott mich führt und ihr mich, durch euer Gebet unterstützt“.

Richter lebt mit seiner Familie in Altomünster. Zunächst wird er in der Solidarpfarrei in Scheyern mitarbeiten und dann noch einmal die Schulbank drücken, um Religionslehrer für die Grund- und Mittelschule zu werden. Dazu ist ein Fernstudium in Würzburg nötig, außerdem Praxiszeiten in der Schule in Hebertshausen und über die Caritas in einem Krankenhaus. „Wenn ich dann im August 2022 auch noch an der Katholischen Hochschule in Benediktbeuren mein Theologiestudium beendet habe, kann ich sagen: „Es ist geschafft.“ Dann wäre er Diakon im Hauptberuf und darf in den Pfarreien mitwirken.

„Wer soll in deine Fußstapfen treten, denn ein Nachfolger ist nicht in Sicht?“, wollte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Birgitta Graf in ihren Dankesworten am Ende des Gottesdienstes wissen, ein wenig traurig. „Freilich hätte man sich vor zehn Jahren nicht vorstellen können, wieviele Aufgaben ein Diakon übernehmen kann.“ Sie zählte eine lange Reihe an Aufgaben auf – von der Jugendarbeit über Predigten halten, Krankenkommunion spenden, Seniorengottesdienste halten, Weihnachtstruck organisieren, Ministranten betreuen bis zu Firm- und Kommunionvorbereitungen und vieles mehr.

Für seinen Einsatz um die Pfarrfamilie in den vergangenen zehn Jahren dankten Birgitta Graf und Manfred Eichner herzlich mit einem kleinen Geschenkkörbchen und einem Gutschein für eine St.-Alto-Stola, die leider bis zum Abschied nicht mehr fertig geworden ist. Ein besonderer Dank der beiden gehörte aber auch Richters Ehefrau Christine, denn schließlich habe „Jürgen viel Freizeit und Familienzeit für seine Berufung geopfert“.

Auch Pater Norbert konnte dem scheidenden Diakon im Namen des Pfarrverbandes nur von ganzem Herzen ein aufrichtiges „Vergelt’s Gott“ sagen für sein unermessliches Wirken für die Pfarrei. Er habe ihn in der kurzen Zeit seines Hierseins als unkomplizierten gläubigen Menschen kennengelernt und seine Wertschätzung bei den Leute erleben dürfen, als einen Menschen ohne Schnörkel und mit sehr guten Predigten. „Möge Gott Deinen weiteren Lebensweg segnen“, wünschte Pater Norbert Jürgen Richter . Die Gottesdienstbesucher unterstrichen all die Worte mit kräftigem Applaus und stimmten gerne in das Dankeslied ein.

GISELA HUBER

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