4 Personen auf Treppe mit Broschüren
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Präsentieren den neuen Kulturspiegel (v.l.): vorne Monika Mehlert und Maria Kreppold; hinten Bürgermeister Michael Reiter und Prof. Wilhelm Liebhart.

Lesenswerte Beiträge aus dem und über das Altoland

Spannender neuer Kulturspiegel

Viele Autoren haben wieder interessante Geschichten aus dem Altoland zusammengetragen: Der neue Kulturspiegel ist erschienen.

Altomünster – Das farbenfrohe Titelbild des neuen Altomünsterer Kulturspiegels sticht dem Betrachter schnell ins Auge und ist der Beweis dafür, dass es eine neue Ausgabe gibt, die derzeit in alle Haushalte der Gemeinde Altomünster, Kleinberghofen und dem benachbarten Hilgertshausen/Tandern gebracht wird.

Das Cover zeigt den Kunstweg im Altowald. Die Idee zu diesem Wald hatten die Kabarettistin Martina Schwarzmann und Kulturreferentin Susanne Köhler. Der Wald habe „ganz toll eingeschlagen“, betonte Bürgermeister Michael Reiter bei der Vorstellung des neuen Kulturspiegels.

Rund 150 Schilder, die von den Bürgern bemalt werden durften, konnten dort aufgestellt werden und sind zu solch einer Attraktion geworden, dass der Weg dorthin sogar für die Autozufahrt gesperrt werden musste. Der Weg sei mehr als sehenswert, bemerkte auch Prof. Dr. Wilhelm Liebhart, der auf den Werdegang des Weges, der von Susanne Allers aufgezeichnet wurde, näher einging.

Es gebe natürlich auch diesmal wieder eine ganze Reihe weiterer schöner Beiträge, die es wert seien, gelesen und betrachtet zu werden, so Liebhart bei seiner Vorstellungsrunde. So ist ein ganzes Kapitel dem Altbürgermeister Anton Hofberger gewidmet, der heuer seinen 100. Geburtstag hätte feiern können. Seine Tochter Rosmarie Kraze sowie Wilhelm Liebhart und Gerhard Gerstenhöfer gehen sehr persönlich auf Hofbergers Lebensgeschichte ein.

Interessant ist auch die Vorstellung des neuen Augsburger Bischofs Bertram Meier, der für rund die Hälfte der Katholiken im Gemeindebereich zuständig ist. Dazu passt eine Betrachtung von Pater Bonifatius Heidel, Gedanken zur Coronakrise und zum Glauben anstellt.

Vorgestellt wird, was hinter der Nachhaltigkeitsgruppe „Plan A“ steckt, für die sich eine ganze Reihe von jungen Bürgern starkmacht. Welche vier Krisen unsere Zeit erschüttern, das zeigt Prof. Dr. Florian Hörmann in seinem Beitrag auf und gibt einige Lösungsvorschläge zur Bewältigung dazu.

Dass für das Altomünsterer Museum ein ungewöhnliches Jahr zu Ende geht, beschreibt Prof. Dr. Klaus Peter Zeyer sehr anschaulich. Er spricht im Übrigen die Hoffnung aus, dass bald die bereits mehrfach verschobene Ausstellungseröffnung über den heimischen Maler Hans Metzger eröffnet werden und das Haus wieder mit Leben gefüllt werden kann.

Der Historiker und Museumschef, Prof. Liebhart, weist schließlich noch auf die Jubiläen hin, die heuer oder nächstes Jahr über die Bühne gehen sollen. Dies wäre der Schützenverein Gemütlichkeit Oberzeitlbach mit seinem 100. Geburtstag heuer sowie im nächsten Jahr der Krieger- und Soldatenverein Altomünster zum 150-jährigen Jubiläum und vor allem das 1250-jährige Bestehen von Zeitlbach. „Die haben eine hieb- und stichfeste Urkunde, die 772 in Mammendorf ausgestellt wurde“, betonte Liebhart dazu, im Gegensatz zu Altomünster, wo eine erste Urkunde fehlt.

Eine letzte Geschichte in den Beiträgen wurde von Susanne Hirschvogel geschrieben, die den digitalen Nutzen der Vhs behandelt. Dazu sind wie immer im Kulturspiegel die Termine der kulturtragenden Altomünsterer Vereine und des Dachauer Forums vermerkt, natürlich alle mit dem Hinweis auf Durchführbarkeit nach den aktuellen Coronaregeln. Das gilt auch für die Volkshochschule Altomünster sowie die Zweigstelle Hilgertshausen-Tandern, die wieder ein umfangreiches Programm zusammengestellt hat, in der Hoffnung, „dass wir heuer mehr Sachen machen können“, wie Geschäftsführerin Maria Kreppold bemerkte.

Bürgermeister Reiter dankte in der Vorstellungsrunde allen, die am Kulturspiegel mitgewirkt haben, sowie der Vhs, unter deren Regie diese Broschüre erstellt wird. Ein Dank galt auch Monika Mehlert vom Infobüro, bei der viele Fäden zusammenlaufen, und Franz M. Kühne, der mit einigen seiner teils nachdenklichen Gedichte aus seinem Buch „Ich dichte, also bin ich“ das neue Heft bereichert.

Gisela Huber

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