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Die Ehrennadel erhielt Rudi Fladerer (l.) 2009 vom damaligen Bürgermeister Konrad Wagner.

Nachruf auf Rudi Fladerer

Ein liebenswürdiger Maler und Musiker

Rudi Fladerer ist tot. Stumpfenbach und die Gemeinde Altomünster verlieren einen liebenswürdigen und sehr engagierten Mitmenschen.

Stumpfenbach – Abschied muss nicht nur Stumpfenbach nehmen, sondern vor allem auch die Marktgemeinde Altomünster: Rudi Fladerer ist gestorben, der sich viele Jahrzehnte in vielfältiger Weise im Ort eingebracht und sich dabei viel Respekt verdient hat.

Im Alter von 88 Jahren ist Fladerer gestorben. Er hinterlässt neben seiner Frau Hedwig, mit der er über 65 gemeinsame Jahre verbringen durfte, seine beiden Kinder Rudolf und Marianne mit ihren Familien.

Im Erzgebirge war Rudi Fladerer zu Hause und lernte dort noch das Malerhandwerk, das er auch sein ganzes Arbeitsleben lang ausübte. Nach der Vertreibung aus der Heimat kam er nach Stumpfenbach und lernte hier auch seine Frau kennen. Gemeinsam errichteten sie sich ein Haus, in dem sie nun auch ihren Lebensabend verbrachten.

Rührig war Rudi Fladerer viele Jahrzehnte lang und begann sein Wirken als Mitglied der damaligen Kolpingskapelle. Kein Wunder, dass er später auch zum Gründungsvorsitzenden des Musikvereins Altomünster gewählt wurde und dessen Geschicke zehn Jahre lang leitete. Er hat auch die Verbindung zum Patenverein Bonstetten eingeleitet, die bis heute besteht. Er gehörte zu den Mitbegründern des Kulturförderkreises und Museumsvereins und war immer da, zu welchen Tätigkeiten er auch gebraucht wurde – unauffällig, liebenswürdig, mit Leib und Seele dabei und vor allem mit viel Geschick.

Viele Jahre malte er für die Mädchen, die zum Burschenball gehen durften, die Burschenballschleifen. Er brachte sich auch noch das Schnitzen bei, und so entstand eine Vielzahl von Schützentellern aus seiner Hand. Er war es, der die alte Klosterkrippe wieder auf Vordermann brachte, viele Füßchen der Tiere reparierte und vor allem auch den Birgittenschwestern half, die umfangreichen Figuren aufzustellen. Die Krippen selbst hatten es ihm sehr angetan, und dieses Wissen und Können gab er auch gerne an interessierte Krippenbauer in den Vhs-Kursen weiter.

Zwei ruhige Hobbies pflegte er mit großer Hingabe, das Fischen und das Briefmarkensammeln. Für die Marktgemeinde und ihre Menschen hat Rudolf Fladerer große Dienste geleistet, für die er 2009 mit der Ehrennadel des Marktes ausgezeichnet wurde.

Wer Abschied von Rudi Fladerer nehmen möchte, kann dies beim Trauergottesdienst am Freitag, 16. Februar, tun, der um 10 Uhr in der Pfarrkirche Altomünster beginnt. Anschließend ist die Beerdigung am Friedhof.

gh

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