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Die drei Dorfheiligen (v.l.): der Wagnermeister (Michael Heine), der Bürgermeister (Michael Riedl) und der Bäckermeister (Norbert Rogge). 

Theaterverein Altomünster spielt „Die drei Dorfheiligen“

Besser kann eine Premiere nicht laufen

Altomünster Eine fast ausverkaufte Premiere, pfiffige Schauspieler, gute Brotzeiten und ein Publikum, das sich bestens amüsiert: Beim Theaterabend der Altomünsterer Theatergruppe, die das Stück „Die Drei Dorfheiligen“ von Max Neal und Max Ferner aufführte, ist fast keine Steigerung mehr möglich.

Die altbekannte Komödie in drei Akten wurde zwar bereits vor rund 30 Jahren schon einmal hier auf die Bühne aufgeführt und war auch schon vielfach im Fernsehen zu sehen war, doch das tat weder der Spielfreude, noch der Begeisterung der Zuschauer Abbruch. Für Christoph Neugschwendtner war der Abend ebenfalls eine Premiere, denn er hatte sich erstmals an die Regie gewagt und dafür auch spontan Applaus geerntet. Auch Theresa Koppold stand als Magd Vroni zum ersten Mal bei den „Großen“ mit auf der Bühne.

Viel Beifall gab es gleich bei der Öffnung des Vorhangs für das Bühnenbild. Die Mitwirkenden hatten sich die Mühe gemacht, die Malereien und den Stil des Kapplerbräusaales weiterzuführen, so dass die Bühne praktisch als „Nebenzimmer“ des Saales betrachtet werden konnte.

Dann war man aber auch schon mittendrin in den Sorgen und Nöten vor allem von Bürgermeister Hilgermoser (Michael Riedl), der in dem selben Dilemma steckte wie der Wagnermeister Riedlechner (Michael Heine) und, wie sich herausstellte, auch der „Bäckerdatschi“ Söllbeck (Norbert Rogge). Sie alle wurden von Briefen umgetrieben, in denen beschrieben war, dass eine Liebelei vor 20 Jahren nicht ohne Folgen geblieben war. Dass alle Drei damals einen „Bua“ gekriegt haben sollen, machte sie schon stutzig, noch dazu, wo sich der Bäcker höchstens ein Madl zugetraut hätte. Die Not der drei zwangsläufig Verbündeten war groß, so dass sie sich dem Herrn Pfarrer (Thomas Koppold) und dem Doktor (Christoph Neugschwendtner) anvertrauten, – auch der unbeliebte Dorflehrer Furtner (Matthias Spengler) davon Wind bekam. Der nutzte sein Wissen für sich, hätte er doch so gern die temperamentvolle Bürgermeistertochter Fanni (Eva Kitzberger) gehabt, was dem Vater natürlich gar nicht gefiel. Noch viel weniger der Frau Bürgermeister (Carolin Polster), die keifend und polternd gegen den Mann, den Lehrer und auch die Tochter vorging. Sie hatte schon jemand anderen, auf Rat der „Schmuserin“ Gfeiler (Pia Obeser) zur Brautschau eingeladen, nämlich ein Schwäberle namens Jakob.

Marcus Gottfried war in diese ein wenig naive, trockene und mutterbezogene Rolle geschlüpft, und umso mehr strahlte er übers ganze Gesicht, als er feststellen konnte: „I ka’ s au“, das Busserln. Seine Liebe auf den ersten Blick gehörte aber nicht der Fanni, sondern deren Freundin Mariann (Marina Hörmann), mit der sie die Rollen getauscht hatte. Jakobs „Mütterle“, (Kerstin Heyer) hatte schließlich das letzte Wort.

Weitere Mitwirkende waren Gerhild Schury als Souffleuse, Christa Holzer und Anna-Maria Kuschke, die für die Maske zuständig waren, sowie das Pegasus Licht-Ensemble, das für die Beleuchtung sorgte.

Ob der „Vereinsbua“ , wie ihn die drei Dorfheiligen nannten, nun der Jakob war, und ob die alten Liebesbriefe vor den Ehefrauen verheimlicht werden konnten und schließlich auch der Lehrer zu seinem Gspusi kam, das müssen die Zuschauer schon selbst ergründen.   

gh

Weitere Aufführungen

sind am heutigen Freitag, 23. März,  und morgen, Samstag, jeweils um 20 Uhr und noch einmal am Sonntag, 25. März, um 18.30 Uhr im Kapplerbräusaal. Karten gibt es im Vorverkauf im Infobüro der Gemeinde, Tel. 0 82 54/99 97 44 oder an der Abendkasse.

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