Gute Nachricht für Altomünsterer Pendler

35 weitere Parkplätze am Bahnhof

Die Parkplatzsituation am Bahnhof und im Zentrum von Altomünster wird sich 2020 entschärfen. Es werden 35 weitere Stellmöglichkeiten entstehen.

Altomünster – Die Parkplatzsituation am Bahnhof und im Zentrum von Altomünster dürfte sich bereits im nächsten Jahr entspannen. In einem dritten Bauabschnitt will die Marktgemeinde etwa 35 neue Stellplätze, davon vier mit E-Ladesäulen nach dem Landkreiskonzept an den unteren Reitwiesen, auf einem kleinen Areal jenseits des Stumpfenbachs anlegen. Darauf hat sich der Gemeinderat Altomünster in seiner jüngsten Sitzung einstimmig geeinigt. Außerdem soll es fünf gekieste Busparkplätze geben. Auch darauf einigte man sich einmütig.

Abgelehnt wurden dagegen die angedachten vier Wohnmobilstellplätze mit Wasser- und Stromanschluss, für die Bürgermeister Anton Kerle warb. „Das ist der Trend. Und wir werben ja auch touristisch mit unseren Museen.“ Argumente dagegen hatten Josef Obeser und Hubert Güntner (beide Freie Wähler). „Wollen wir, dass hier dauergeparkt wird?“, fragte Obeser. Hubert Güntner und Georg Huber fanden den Platz dafür viel zu schade. Michael Reiter (FW) schlug vor, eventuell weiter hinten einen geeigneten Bereich zu suchen. Vergeblich war auch Anton Kerles erneuter Anlauf, mit dem er für die kurzen Wege zum Zentrum warb.

Das war überhaupt der Grund, warum der P+R-Platz am Bahnhof erweitert wird. Die Gemeinde erhofft sich nämlich zum zusätzlichen Platz für Pendler auch, dass die Parksituation rund um den Marktplatz entschärft wird. Darum, drehte es sich ein ums andere Mal auch in den Bürgerversammlungen.

Einen Kiosk mit Toilettenanlage wird es ebenfalls vorerst nicht geben. Allerdings soll dafür ein Platz neben der Stumpfenbachbrücke reserviert werden. Alternativ könne man auch nur an einen Verkaufswagen denken, so der Vorschlag der Verwaltung.

Maria Riedlberger (CSU) brachte Parkgebühren wie in Petershausen ins Spiel. Dies wehrte der Gemeindechef allerdings ab. Der S-Bahnhof sei völlig anders strukturiert. Zudem wolle man ja versuchen, die Leute mehr zum ÖPNV zu bringen.

Für die reine Parkplatzbaumaßnahme (ohne Straßenbeleuchtung, Grünordnung, Kiosk und die Infrastruktur für E-Ladesäulen) ist mit Kosten in Höhe von 180 000 Euro zu rechnen, inklusive Nebenkosten. Der Freistaat fördert die Maßnahme mit rund 80 000 Euro..

WWA gibt sich zufrieden mit Zwischenlösung

Noch einmal 35 000 Euro werden fällig für die Schaffung eines Retentionsraums. Das war eine der Voraussetzungen, unter denen das Wasserwirtschaftsamt München überhaupt dem weiteren Ausbau zustimmte. Denn ursprünglich hatte sich die Behörde gegen jede weitere bauliche Nutzung des Areals gesperrt, bis dass das Rückhaltebecken HRB2 am Halmsrieder Graben errichtet ist. Im Falle eines hundertjährigen Hochwassers mit der Gefahr der Überflutung der Bahnhofstraße wäre hier nämlich das Überflutungsgebiet für den Stumpfenbach gewesen.

So lange wollte aber die Verwaltung nicht warten. Bei einem Ortstermin von Bürgermeister Anton Kerle und Geschäftsleiter Christian Richter mit Behördenvertretern wurde ein Kompromiss geschlossen. Die Parkplätze dürfen entstehen, wenn ein entsprechender Objektschutz durch einsatztaktische Mittel der Feuerwehr sichergestellt wird. Und zweitens, wenn auf dem Bereich südlich der provisorischen Busparkplätze ein vorübergehender Retentionsraum durch das Ausheben einer Mulde (45 Zentimeter) geschaffen wird.

Damit zeigten sich die Vertreter des Wasserwirtschaftsamts am Ende zufrieden zufrieden. SABINE SCHÄFER

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