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Jubilar Michael Schweiger erhielt auch Glückwünsche von Altomünsters Bürgermeister Anton Kerle (links). 

Michael Schweiger feiert 80. Geburtstag

Seine Firma ist eine Erfolgsgeschichte

Er hat sich einst zum Landwirt ausbilden lassen und später umgesattelt auf Straßenbau. Und damit war Michael Schweiger höchst erfolgreich. Jetzt feierte der Unternehmer aus der Gemeinde Altomünster seinen 80. Geburtstag mit zahlreichen Gratulanten.

Schmelchen – Diesmal durfte Bürgermeister Anton Kerle in einen sehr kleinen Ort seiner Gemeinde zum Gratulieren kommen, denn der allseits bekannte Straßenbauunternehmer Michael Schweiger feierte in Schmelchen seinen 80. Geburtstag. Für seine Familie war dies ein guter Grund , ihn mit dem „Bunten Verdienstkreuz“ von Schmelchen auszuzeichnen. Drei Tage lang wurde gefeiert, damit alle zum Zug kamen: die Familie, die ehemaligen Mitarbeiter, die Freunde und Bekannten. Schließlich ist Michael Schweiger ein weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannter Mann.

Schweiger ist mit fünf Brüdern und einer Schwester auf dem elterlichen Hof in Schmelchen aufgewachsen. Nach der Schulzeit besuchte er die Vollzeit-Berufsschule in Pfarrkirchen mit der Ausbildung zum Landwirt. „Das war ein krasser Gegensatz zur vierklassigen Volksschule in Randelsried“, erinnert er sich und wie er sich damals doch gegen die Stadtkinder zu behaupten hatte. Doch er hat sich durchgeboxt und später noch die Waldbauernschule in Hohenkammer sowie die Landvolkshochschule in Wies besucht.

Eigentlich hätte dann die Bundeswehr auf ihn gewartet, doch da er ein Auslandspraktikum für Schweden schon in der Tasche hatte, wurde auch später davon abgesehen.

Irgendwann kam er dann mit zweien seiner Brüder auf die Idee, eine Straßenbaufirma zu gründen und besuchte schließlich die Straßenbauerschule in Stockdorf. Damit stand einer Erfolgsgeschichte in Sachen Straßenbau nichts mehr im Weg. Hinzu kam, dass auch seine erste Frau Maria im Unternehmen mitarbeitete und neben Haus, den heranwachsenden Kindern auch noch die Buchführung und Lohnabrechnung übernahm. Ein Lastwagen, drei Kettenraupen, ein Radlader und ein Bagger waren Schweigers Startkapital, mit dem er sich mühsam empor arbeitete: Innerhalb von acht Jahren konnte er seinen Betrieb auf 60 Mitarbeiter steigern und heute, da er längst an den Sohn Christian übergeben hat, zählen rund 110 Mitarbeiter zur Straßenbaufirma.

Schwere Schicksalsschläge musste der Jubilar aber auch verkraften. Sehr verstarben der Vater und drei seiner Geschwister. Besonders schlimm war jedoch der frühe Tod seiner Frau Maria 1987, die nur 48 Jahre alt wurde. „Dadurch kann er heute sehr gut kochen“, verrät seine zweite Frau Eleonore, mit der Michael Schweiger nun seit 20 Jahren durch dick und dünn geht. Reisen und fischen zählen zu den wenigen Hobbys des 80-Jährigen, doch selbst dafür nimmt er sich kaum Zeit. „Mit 90 geh ich in Altersteilzeit“, verkündet er jedoch lachend, denn noch ist er täglich auf den Baustellen zu finden, bei denen er nach dem Rechten schaut. Dass er noch lange so fit sein darf, das wünschten auch die Kinder Silvia, Gisela und Christian mit den neun Enkeln. Gisela Huber 

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