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Der erste Vorstand des Fördervereins (v.l.): Bürgermeister Anton Kerle, Hermine Eichner, Vorsitzender Josef Wiedmann, Alto Weigl, Wolfgang Grimm, Josef Mederer, Sebastian Mertl und Josef Steinhardt. 

Helfer in Altomünster

Wichtige Entlastung für die Lebensretter: Förderverein für BRK gegründet

Seit acht Jahrzehnten arbeitet die Ortsgruppe Altomünster des Bayerischen Roten Kreuzes ehrenamtlich. Seit wenigen Tagen gibt es nun einen Förderverein, der sich ums Finanzielle kümmert. Und der dringend gebraucht wird, gerade wenn es um die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Helfer vor Ort geht.

Altomünster – Jetzt ist er aus der Taufe gehoben, der Förderverein zur Unterstützung der ehrenamtlichen Tätigkeit der BRK-Gruppe von Altomünster. Mit der Wahl des Vorstands und der Genehmigung der Satzung hat er nun klare Linien, auch wenn es für den frischgewählten Vorsitzenden Josef „Fips“ Wiedmann „noch ein wenig Neuland ist“, wie dieser sagt.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass das eine sehr sinnvolle Vereinsgründung sei. Bürgermeister Anton Kerle, der die Versammlung leitete, freute sich, dass er neben vielen anderen Unterstützern Gemeinderat Wolfgang Grimm und Bezirkstagspräsident Josef Mederer als altgediente Altomünsterer Rotkreuzler begrüßen konnte, ebenso das langjährige Mitglied Josef Riedlberger.

Zunächst informierte der Bürgermeister, dass es die BRK-Ortsgruppe in der Marktgemeinde schon mehr als 80 Jahre lang gibt. Die vielen ehrenamtlichen Helfer hätten in dieser Zeit Großartiges geleistet. Doch trotz ihrer unentgeltlichen Arbeit bräuchten sie auch finanzielle Unterstützung. Gerade die Anschaffung eines neuen und schon lange dringend notwendigen Autos für die Helfer vor Ort (HVO) würde das wieder vor Augen führen.

Die Bereitschaftsgruppe sorgt für die Erstversorgung bis zum Eintreffen des Notarztes oder des Rettungsdienstes. Doch die anfallenden Kosten für die Anschaffung und den Unterhalt ihres Fahrzeugs müssen die HVO selbst aufkommen, da diese Kosten nicht von der Krankenkasse oder dem BRK getragen werden. Der Förderverein soll nun helfen, diese Mittel aufzutreiben und bereitzustellen, damit die Ortsgruppe neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit nicht auch noch finanzielle Sorgen haben muss.

Das Geld, das hier eingeht, wird zu 100 Prozent beim BRK Altomünster bleiben. Bisher haben schon rund 50 Spender seit dem Aufruf im Oktober für das neue HVO- Auto gespendet, die Einzelspenden reichen von 20 bis 500 Euro. Dazu kamen 2000 Euro vom Sozialfonds der Gemeinde und vor Kurzem die 3500 Euro vom Erlös des Christkindlmarktes.

Hatte bisher die Gemeinde die Spenden mit Quittungen bestätigt, so darf dies nun der Förderverein selbst tun. Sie sind steuerlich absetzbar, wie Wolfgang Grimm betonte, der die Vereinssatzung mit dem Finanzamt abgestimmt hat.

So stand der Vereinsgründung nichts mehr im Wege. Die Wahlen ergaben Josef Wiedmann als ersten Vorsitzenden, Wolfgang Grimm als Stellvertreter, Alto Weigl als Kassier, Stephan Boosz (in Abwesenheit) als Schriftführer sowie Hermine Eichner und Siegfried Bradl (in Abwesenheit) als Beisitzer. Zu Kassenprüfern wurden Josef Steinhardt und Sebastian Mertl ernannt. Der jährliche Mindestbeitrag wurde auf zwölf Euro festgelegt.

Mit einer angeregten Diskussion, vielen guten Wünschen und vor allem einen glücklichen Altomünsterer BRK-Leiter Benedikt Jung, dass alles so gut geklappt hat, ging die Gründungsversammlung zu Ende – und dem Versprechen von Josef Mederer, dass natürlich auch der BRK-Kreisverband sein Scherflein beitragen werde.

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