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In Altomünster soll es ab Juli die Großraumzulage geben.

Gemeinderat Altomünster beschließt die Großraumzulage

Großraumzulage für Altomünster

Der Gemeinderat in Altomünster hat beschlossen, den Angestellten der Gemeinde die Großraumzulage zu gewähren. Allerdings unter Vorbehalt.

Altomünster – In einigen Kommunen im Landkreis Dachau wurde eine so genannte Großraumzulage („Münchenzulage“) für Tarifbeschäftigte bereits beschlossen. So gewährt beispielsweise die Gemeinde Erdweg knapp zwei Drittel des Betrags, den die Stadt München für ihre Mitarbeiter vereinbart hat. Mit der Zulage sollen erhöhte Kosten, wie etwa für Mieten, abgepuffert werden. In der letzten Gemeinderatssitzung in Altomünster schlug Geschäftsleiter Christian Richter dem Gremium 33 Prozent des Höchstsatzes vor.

In München erhalten die unteren Gehaltsgruppen seit Januar 270 Euro brutto mehr im Monat, die oberen Gruppen 135 Euro und Auszubildende 140 Euro obendrauf. „Das Kapital der Gemeinde sind die Leute, die bei uns arbeiten“, so Richter.

Widerspruch regte sich da als erstes bei Wolfgang Grimm (CSU). „In einer Zeit, in der viele in Kurzarbeit oder vom Verlust des Arbeitsplatzes bedroht sind, ist es nicht zu vermitteln, dass Angestellte der Gemeinde mehr Geld bekommen“, so Grimm. Zum jetzigen Zeitpunkt würde er nur ungern eine freiwillige Leistung beschließen.

Nach kurzer Diskussion einigte man sich schließlich gegen vier Stimmen doch auf die Zulage von 33 Prozent des Höchstsatzes. Aber erst ab Juli (einstimmig).

Dies entspricht Personalmehrkosten in Höhe von etwa 70 000 Euro pro Jahr. Sollte sich die Haushaltslage in Altomünster negativ entwickeln, sei es, dass sich die gemeindlichen Steuereinnahmen um 30 Prozent reduzieren oder die Mindestzuführung an den Vermögenshaushalt nicht gewährleistet ist, kommt das Thema noch einmal auf die Tagesordnung.
sas

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