+
Besinnliche Klänge schlugen die Musiker beim Adventssingen an. Sie können noch nachgehört werden.

Besinnliche Klänge in Pfarrkirche

Altomünsterer Adventssingen fürs Radio aufgezeichnet

Altomünster - Das Altbairische Adventssingen ist ein fester Termin für viele Altomünsterer. Heuer wurde das Konzert sogar fürs Radio aufgezeichnet.

Es war ein Jubiläumssingen, das altbairische Adventssingen, es fand zum 35. Mal in der Altomünsterer Pfarrkirche statt. Mit dem Christkindlmarkt gehört das Singen zu einem fixen Termin am dritten Adventssonntag. 

Das 35. Adventssingen wurde vom BR aufgezeichnet

Heuer war es aber trotzdem etwas Besonderes: Denn das Adventssingen wurde vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet.

Mit einem „Gaudete, freuet euch“, begrüßte Pater Michael die vielen Kirchenbesucher: „Freut euch auf eine wunderbar besinnliche Stunde in diesem Advent“. Ein besonderes „Vergelt´s Gott“ richtete er dabei an Gisela und Siegfried Bradl, die das Adventssingen seit 35 Jahren organisieren und den Menschen damit eine Freude machen.

Pater Michael begrüßte außerdem alle Mitwirkenden und die Ehrengäste, darunter die Bürgermeister Anton Kerle, Josef Wiedmann, Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath. 

Dann begannen die Bläser um Josef Schweighart mit ihrer festlichen Melodie, mit der sie das Adventssingen seit 35 Jahren eröffnen. Sie sind ein fester, klangvoller Bestandteil der Musikstunde. Viel zartere Töne schlugen Musiker der Feichthof-Saitenmusi um Hans Neumaier mit ihren Gitarren, Bass, Zither und Harfe an. Sie brachten die Besucher zur Ruhe. 

Erich Müller: "Advent bedeutet auf ein besonderes Ereignis warten"

Dazu passten auch die Betrachtungen von Sprecher Erich Müller aus Röhrmoos. Er meinte, dass Advent nicht Weihnachten oder das Christkind sei, sondern: „Advent bedeutet Warten und Vorbereiten auf ein besonderes Ereignis!“, betonte er.

Wohlwissend, dass die Menschen das Warten heute nicht mehr ertragen. „Es ist eine Zeit, wo vergessene Güte und Hilfsbereitschaft wieder lebendig wird, aber auch wo altes Brauchtum gepflegt werden soll“.

Das würde von der Einfachheit, der Fantasie und dem Glauben der Vorfahren leben. „Wir sollen wach werden für Gott und die Menschen, denn nur durch dieses adventliche Licht wird die Welt wirklich hell!“ „O Himmelreich, o Sternenwelt“ sang da darauf der Haberer Zwoagsang mit Gisela und Siegfried Bradl, begleitet von Hans Neumaier.

Albersbacher Dreigesang sprang für die Fischerbuam ein

Auch der Albersbacher Dreigesang, begleitet von Robert Gasteiger an der Zither sang eindrucksvoll vom Licht und dem Engel, der Maria die freudige Nachricht übermittelte. Die drei Sänger, die schon öfter in Altomünster mitgewirkt haben, waren eingesprungen. Denn die Starnberger Fischerbuam mussten kurzfristig absagen.

Eine besondere Klangfülle brachte die Spielmusik Lederwascher in den Gottesraum mit ihren Geigen, Zupfinstrumenten und Klarinette – geradezu, wie wenn der Himmel jubeln möchte. 

Das Adventssingen schloss mit einem Andachtsjodler

Insgesamt war das Konzert ein Jubeln zu Ehren Gottes, eine schöne Stunde beziehungsweise fast zwei, die vom Trubel der Vorweihnachtszeit ablenkten und an die stade Zeit erinnerten – was hätte da zum Abschluss noch besser gepasst, als der gemeinsam gesungene Andachtsjodler.

Wo ist das Adventssingen im Radio zu hören?

Das Altbairische Adventssingen in Altomünster ist am kommenden Sonntag, 18. Dezember, um 19 Uhr auf dem BR-Heimat-Sender im Digitalradio nachhören.

Gisela Huber

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wählen ist Demokratie und Geselligkeit
In den nächsten zehn Jahren gibt es einen regelrechten Wahlmarathon. Wählen zu dürfen ist aber nicht nur ein demokratisches Privileg, sondern manchmal sogar ein …
Wählen ist Demokratie und Geselligkeit
Lüftungsanlage kommt doch
Nun also doch: Die neue Karlsfelder Grundschule bekommt eine Lüftungsanlage. Der Gemeinderat hat die Entscheidung des Bauausschusses revidiert. Die, die vor zwei Wochen …
Lüftungsanlage kommt doch
Gestohlene i-Pads geortet: Lehrer schlauer als Diebe
Der Einbruch in die Wirtschaftsschule Scheibner ist geklärt: 55 Tablets waren vor drei Wochen entwendet worden. Zwei Tage später konnte Lehrer Thomas Siebenborn eines …
Gestohlene i-Pads geortet: Lehrer schlauer als Diebe
Im großen Bogen ums Rathaus
Die Auflage von Bürgermeister Marcel Fath, die Hexen nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Rathaus zu empfangen, hatte Konsequenzen: Die „Bädashauser Deifisweiba“ …
Im großen Bogen ums Rathaus

Kommentare