Freuen sich über den AMO und das Preisgeld von 100 Euro : Peter Petrich, Traudl Krebs und Michael Volkmann (vorne v.l.). Übergeben wurde beides von den Kreis-Vorsitzenden Achim Liebl ( 2.v.l.) und Luise Krispenz (r.). foto: kra

AMO-Preis für ein Team von Ehrenamtlichen

Dachau - Es was heuer das sechste Mal, dass die Kreis-Grünen ihren „AMO" vergaben. Diesmal wurde ein Team von Ehrenamtlichen ausgezeichnet, das sich mit städtischer Mobilität auseinandersetzt.

Der Preis für „Andere Mobilität“ der Kreis-Grünen ging an die Arbeitsgruppe Verkehr des Projekts „Soziale Stadt Dachau-Ost“, das der Stadtrat vor zweieinhalb Jahren ins Leben gerufen hat.

Der ehemalige Kreisvorsitzende der Grünen, Ludwig Krispenz, gab den Laudator. Der AMO hätte zumeist für ein „weg vom Auto“ gestanden, leitete Krispenz ein. Und tatsächlich wurden bis dato immer Personen oder Gruppen geehrt, die sich mit dem Straßenverkehr in vorbildlicher Weise auseinander gesetzt hatten: vom ersten AMO-Träger, dem JEG-Lehrer Heinz-Ulrich Rauhut, über die Odelzhauser „IG Bus“ und der Car-Sharing-Pionierin Birgit Mehltreter bis zu den Dachauer Schulweghelfern. Nur 2011 verließen die Kreis-Grünen die Straße, um das „AugeMUCkt-Bündnis“ zu ehren - die Gegner der Dritten Start- und Landebahn am Flughafen.

Das Wirken der Dachau-Ost-AG ist wesentlich unspektakulärer, dafür aber vor Ort ausgesprochen nützlich und „ein Vorbild für andere Stadtteile“, so Krispenz. Er erwähnte die Schaffung von Verkehrsinseln zur leichteren Überquerung viel befahrener Verkehrsadern, wie zum Beispiel der Sudetenlandstraße. „Viele Verbesserungen werden als selbstverständlich hingenommen“, klagte Krispenz, obwohl sie nur durch das stete Engagement von Ehrenamtlern zustande gekommen seien. Zwar sei das Vorhaben, die Würmstraße in eine Tempo-30-Zone zu wandeln, vorerst gescheitert, doch die AG werde am Ball bleiben, so der Laudator. Andere laufende Aktivitäten betreffen den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen im Quartier, die Aufstellung von Wartehäuschen, weitere Querungshilfen für die Sudetenland- und Schleißheimer Straße oder die sichere Anbindung der Spielflächen bei der Fünfkirchner Straße an die Grundschule. „Unsere Projekte drehen sich immer um das problemlose Miteinander aller Verkehrsteilnehmer“, erklärte AG-Mitglied Peter Petrich. „Bei uns leben viele junge Menschen, aber auch immer mehr Senioren, und für alle brauchen wir verträgliche Verkehrslösungen.“

Die Förderung für die „Soziale Stadt Dachau-Ost“ läuft eigentlich im Sommer 2015 aus. Quartierbüro-Leiterin Sabina Endter-Navratil meint: „Wenn die Bürger dann meinen, es müsse nichts mehr getan werden, ist es gut.“ Andererseits ist sie überzeugt, dass noch viel zu tun ist. Im Februar lädt sie zu einer Versammlung der Stadtteil-Bewohner ein, bei der der Sachstand und eventuelle neue Ideen besprochen werden sollen.

kra

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