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Die Alpakas Malibu (l.) und Merlin, hier noch mit Fell, fühlen sich im Garten von Harald Doll pudelwohl.

Harald Doll hält auf seinem Grundstück die flauschigen Exoten

Malibu und Merlin, die Ampermochinger Alpakas

  • vonLeyla Yildiz
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Das Grundstück der Familie Doll aus Ampermoching schaut auf den ersten Blick recht unscheinbar aus. Doch wer bei ihnen zu Besuch ist, erlebt eine Überraschung. Denn hier wohnen zwei Alpakas – Malibu und Merlin. 

Ampermoching – Die beiden Apakas vsind seit knapp einem Jahr bei der Familie Doll in Ampermoching  zu Hause, haben ihren eigenen Stall, Weideflächen und über 3000 Quadratmeter Auslauf. Harald Doll, genannt Harry, kümmert sich um Malibu und Merlin. Ihm zur Seite steht Stefanie (26), die Tochter einer Arbeitskollegin. Zusammen haben sie beschlossen, Alpakas zu halten.

Vor der Anschaffung belegten die beiden ein Alpakaseminar, um eine artgerechte Haltung einhalten zu können. „Die Grundkenntnisse braucht man, um Alpakas halten zu können“, sagt Stefanie. So lernten sie etwa, wie sie die Hufe richtig pflegen oder was sie essen dürfen.

Die zwei Männchen stammen von derselben Züchterin, haben aber unterschiedliche Eltern. „Alpakas bekommen immer nur ein Baby“, sagt Stefanie. So sind Malibu und Merlin nur fünf Tage auseinander und schon zusammen aufgewachsen. Die beiden sind tief miteinander verbunden. „Wenn der eine den anderen nicht findet, dann plärrt der andere gleich“, sagt Harry Doll. „Die sind wie ein Ehepaar und können nicht ohne einander sein.“

Malibu ist der Chef, wie Stefanie sagt. Darum schläft Merlin im Stall meist hinten, Malibu vorne und mit dem Kopf draußen. Sein Freund hingegen fügt sich und ist unbekümmert. „Er ist ein Chiller“, sagt Stefanie.

Alpakas sind von Natur aus sehr neugierig und beobachten gerne. „Die sind wie meine Oma“, sagt Doll. „Wenn der Bereich zur Straße offen ist, dann rumpeln sie gleich nach vorne.“ Vorbeifahrende Autos, Kinder und vor allem Hunde finden die beiden ganz spannend. „Einmal haben sie mit einem Hund durch den Garten fangen gespielt.“

Viele Menschen fragen Harald Doll, ob sie gegen Geld mit den Alpakas spazieren gehen können. „Das machen wir aber nicht“, sagt Stefanie. „Wenn dann nur ohne Bezahlung mit Bekannten und Freunden.“ Grundsätzlich, erklärt sie, sei ein Alpaka kein Kuscheltier. „Wenn mit ihnen zu sehr gekuschelt wird, bekommen sie eine Fehlprägung.“ Beim Streicheln ist vor allem am Kopf Vorsicht geboten. „Das mögen die gar nicht“, sagt sie.

Genauso wenig wie das Scheren. Erst vor kurzem hat Harald Doll seine zwei Alpakas zum Friseur geschickt. „Da spucken die dann auch gerne mal“, sagt Stefanie. „Normalerweise spucken sie sich aber eher gegenseitig an als einen Menschen.“ Insgesamt haben die beiden „bestimmt zehn bis zwölf Kilo Wolle“ gelassen, so Doll. Die hat er nun eingeschickt, um daraus Bettdecken machen zu lassen. „Die Faser ist innen hohl und so geht die Feuchtigkeit durch, aber die Wärme nicht raus“, sagt Stefanie.

Die Alpakas sind nicht die einzigen außergewöhnlichen Tiere, die Harald Doll mit seiner Familie je gehalten hat. „Wir hatten auch schon Ziegen und einen Fasan.“

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