Angeblicher Schaden an einer Eisenbahnbrücke

Stillstand auf den S-Bahn-Gleisen

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Dachau – Die S-Bahnen standen still am Montagvormittag. Der Grund: ein Schaden an einer Eisenbahnbrücke, verkündet die Bahn. Aber vermutlich handelt es sich um einen Nicht-Schaden.

Die Bahn erklärte über Lautsprecherdurchsagen und per Streckenagent, dass nach einem Verkehrsunfall ein Schaden an einer Eisenbahnbrücke entstanden ist. Es sei ungewiss, „wie und wann es weitergeht“. Die S-Bahnen in Richtung Petershausen/Altomünster endeten oder wendeten in Dachau, die in in Richtung München warteten an den Bahnhöfen oder wendeten auch. 

Der wahre Grund für die Streckensperrung war allerdings: ein Nicht-Schaden an der Unterführung in der Ostenstraße in Dachau. So könnte man die Erklärung der Dachauer Polizei interpretieren. Ein Mercedes-Sprinter wollte durch die Unterführung an der MD-Papierfabrik fahren und blieb „leicht oben hängen“, wie ein Sprecher der Dachauer Polizei mitteilte. Es habe, wenn überhaupt, einen minimalen Lackabrieb gegeben. Der Fahrer ließ die Luft aus den Reifen und fuhr rückwärts wieder raus. Er informierte die Polizei. Die Polizei urteilte: „nichts Dramatisches“, informierte aber die Deutsche Bahn über den Unfall, und darüber, „dass kein Schaden entstanden ist“. 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, dachte sich wohl die Bahn. Der Fahrdienstleiter habe der Polizei gesagt, dass die Brücke angeschaut werden müsse. Und das dauerte halt eine Weile. Offenbar kam der Statiker dann zu dem Ergebnis, dass die Brücke keinen Schaden davongetragen hat: Ews wurde kein Schienenersatzverkehr eingerichtet, die Streckensperrung wurde gegen 11 Uhr aufgehoben.

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