Armin Praml fehlen nur zehn Zentimeter zum Sieg

Dachau - Mit fünf Mann war die Soli Dachau beim 57. Weißenburger Kirchweihkriterium am Start.

Der Trip nach Mittelfranken hat sich gelohnt, er hat dem Dachauer Traditionsverein zwei Podestplätze eingebracht. Glück im Unglück hatte Andy Müller, er musste nach einem Sturz im Krankenhaus behandelt werden, wurde aber nicht ernsthaft verletzt.

von rolf gercke

Dachau - Im Seniorenrennen über 30 Runden (40 km) trat August Mayer an. Das Rennen ein Kriterium mit Sprintwertung nach jeder fünften Runde war mit einigen Topsprintern gut besetzt, da hieß es für Mayer, sich die Kräfte gut einzuteilen bzw. im richtigen Moment einzusetzen. Bei hochsommerlichen Temperaturen, aber teilweise starkem Gegenwind, wurde von Anfang an hohes Tempo gefahren. In den ersten beiden Wertungen zeigten die Sprinter ihre Qualitäten. August Mayer fuhr im vorderen Feld mit, ohne in das Sprintgeschehen einzugreifen. Bei einigen Rennen zuvor hatte er frühzeitig Energie verpulvert, das sollte ihm diesmal nicht passieren. In Runde 13 lösten sich der Hallbergmooser Jakob Morasch und Soli-Fahrer August Mayer vom Feld. In der anschließenden dritten Wertung hatte Mayer die Nase vorn, er heimste so fünf wichtige Punkte ein. Unmittelbar nach dieser Wertung schloss Klaus Dietel von der RSG Lauf zu den beiden Ausreißern auf. Zu dritt wurde anschließend richtig Tempo gemacht. Bei der harten Führungsarbeit übernahm sich August Mayer, er musste bei Gegenwind abreißen lassen. Nach zwei Runden allein im Wind konnte August Mayer noch weitere zwei Punkte einfahren, bevor das Feld aufschloss. Die beiden Führenden behaupteten ihren Vorsprung bis ins Ziel. Mayer konnte in den letzten beiden Wertungen nicht mehr punkten, allerdings reichten die gewonnenen sieben Punkte zu Platz drei.

Im anschließenden Jedermannrennen waren die vier Soli-Fahrer Adrian Brugger, Andreas Müller, Gerhard Österreicher und Armin Praml am Start. Letzterer war ganz heiß darauf, nach seinem elften Platz beim Dachauer Bergkriterium wieder in die Top 5 vorzustoßen.

In diesem Rundstreckenrennen wurde auf Endsieg gefahren. Vom Start weg kontrollierten die Soli-Fahrer das Rennen. Brugger und Praml übernahmen die Führung, und Gerhard Österreicher fing die Ausreißer nach einem Zwischensprint bravourös wieder ein. So blieb das Feld immer zusammen und die Solis konnten das Tempo variierten.

In der vorletzten Runde waren alle Dachauer Fahrer aussichtsreich in der Spitzengruppe vertreten, doch dann begann es, kurz vor dem Ende des Rennens, zu regnen. Brugger und Praml nahmen in den Kopfsteinpassagen deutlich Tempo raus, doch einige Fahrer im hinteren Drittel des Feldes wollten Boden gut machen und gingen zu schnell in die Kurve, wodurch ein Fahrer stürzte und mehrere andere mit zu Boden riss. Andy Müller hatte plötzlich das Rad eines vor ihm Gestürzten vor sich, kam von der Strecke ab, krachte in einen geparkten PKW und landete im Krankenhaus.

Adrian Brugger musste aufgrund des Sturzes ebenfalls abbremsen, er verlor damit seine gute Position im Kampf um den Sieg. Gerhard Österreicher und Armin Praml waren nun auf sich alleine gestellt.

Im Schlusssprint setzte Praml alles auf eine Karte, er spurtete gegen Thomas Schmalz und Alexander Süss um den Sieg. Zwischen Praml und Süss musste das Zielfoto entscheiden. Sieger wurde Süss mit zehn Zentimetern Vorsprung vor Praml. Gerhard Österreicher kam als Zehnter ebenfalls in die Top 10. (ge)

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