Störung am Bahnhübergang: S1 verspätet

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Container in der Diskussion

Siedlung soll aufgelöst werden

Jetzendorf - Die Gemeinde hatte eine Anfrage zur Auflösung der Containersiedlung formuliert, dies ist aber aufgrund bestehender Mietverträge frühestens ab 2017 möglich. Im Rahmen der Auflösung hätte die Gemeinde eine Ersatzunterkunft realisiert, um die Asylbewerber unterzubringen.

Wie Bürgermeister Manfred Betzin nun in einem Rundschreiben an die Gemeindebürger mitteilt, komme die Realisierung dieser Ersatzunterkunft derzeit nicht in Betracht, da eine Auflösung der Container von der Regierung von Oberbayern und dem Landratsamt Pfaffenhofen im Moment nicht zugesagt werden könne.

Im Rahmen der Auflösung großer Notunterkünfte im Landkreis, wie beispielsweise die Zeltunterkunft in Rockholding, müssen nun diese Leute neu verteilt werden. In den Unterkünften in der Mittleren Prielstraße und auch in den Wohncontainern gebe es freie Kapazitäten, die laut Landratsamt ab nächste Woche belegt werden sollen.

Es sollen zwölf Asylbewerber in die Container in der Schulstraße ziehen, derzeit sind dort acht Flüchtlinge untergebracht, und sechs Asylbewerber werden in der Mittleren Prielstraße einziehen, wo im Moment neun Personen untergebracht sind. „Alle neuen Flüchtlinge sind ebenfalls aus Afghanistan, so dass einer problemlosen Eingliederung in die bestehenden Unterkünfte nichts im Wege stehen sollte“, unterstreicht der Bürgermeister. „Mit Hilfe unseres großen und engagierten Helferkreises werden wir dann 44 Asylbewerber und auch unsere syrische Flüchtlingsfamilie mit sechs Personen noch gut betreuen können. Ein weiterer Zuwachs würde uns allerdings vor sehr große Probleme stellen“, schreibt Betzin an die Bürger seiner Gemeinde.

Gleichzeitig teilt er mit, dass er auch weiterhin eine langfristige Strategie zur Bewältigung der Flüchtlingssituation von übergeordneten Stellen einfordert. „Hier ist vor allem unsere Bundesregierung in der Verantwortung, endlich Lösungen umzusetzen.“ Betzin gibt zu bedenken, dass auch in diesem, angeblich ruhigen Jahr, bereits über 200 000 Flüchtlinge zu uns gekommen sind.

„Aus Sicht der Kommunen wird dieses Thema aber leider derzeit kaum beachtet und die jetzige Ruhephase nicht genutzt, um Maßnahmen zu etablieren, die es uns erlauben, die Situation langfristig unter Kontrolle zu halten. Es bleibt zu hoffen, dass die Kommunen nicht am Ende eine verschlafene Chance ausbaden müssen“, so das Jetzendorfer Gemeindeoberhaupt.

ost

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