50 bis 80 Flüchtlinge kommen

Odelzhausen - Die Gemeinde Odelzhausen wird dem Landkreis ein Areal hinter dem Feuerwehrhaus an der Autobahn für Asylbewerberunterkünfte zur Verfügung stellen.

Auf dem Gelände sollen Container aufgestellt werden. Denn die Verwaltungsgemeinschaft muss 50 bis 80 Asylbewerber aufnehmen.

Bürgermeister Markus Trinkl macht deutlich, dass die Gemeinde nicht viel Handlungsspielraum hat: „Die Gemeinde ist verpflichtet, Räume zu schaffen. Wenn wir uns hier nicht bewegen und uns verweigern, kann der Staat kommunale Räume beschlagahmen.“ Als Beispiel nannte er die Schulturnhalle.

Über die Dauer der Unterbringung wollte und konnte Trinkl keine Angaben machen: „Das wären angesichts der weltpoltischen Lage und zigtausender Flüchtlinge an der syrisch-türkischen Grenze nur Spekulationen.“ Gemeinderat Dr. Willibald Wegele (FW) hatte das Thema schon vor der Sommerpause auf den Weg gebracht. Wegele: „Das täglich sichbare Elend erfordert unser aller Solidarität.“ In der Zwischenzeit hatte sich die Gemeindeverwaltung auf die Suche nach Gebäuden und Grundstücken gemnacht. Auf privater Seite war dies erfolglos, so Trinkl. Deshalb rücken jetzt öffentliche Flächen in den Fokus.

Mehr Erfolg erhofft sich Trinkl bei der Suche nach ehrenamtlichen Helfern. Er will, ebenso wie in der Nachbargemeinde Pfaffenhofen, einen Helferkreis einrichten. Dieser soll den Asylbewerbern helfen, sich zu integrieren und zurechtzufinden. Wer sich beteiligen möchte, soll sich mit der Gemeindeverwaltung (0 81 34/9 30 80) oder Dr. Wegele in Verbindung setzen.

Unmut herrschte in weiten Teilen des Gemeinderates, weil Asylunterkünfte nicht im Gewerbegebiet eingerichtet werden können. Dort gebe es Räume und Grundstücke. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes verbietet dies aber. Lorenz Bradl (CSU): „Es muss doch auch im Gewerbegebiet gehen, wenn niemand etwas dagegen hat. Dort wohnen ja auch Leute.“

Gemeinderat Paul Brandhofer sprach sich dafür aus, das Feuerwehrgelände zu umzäunen: „Schon wegen des neuen Mitfahrerparkplatzes laufen ständig Leute auf dem Gelände herum.“ (sm)

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