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Information zum Stand der Arbeit des Asylhelferkreises: Bürgermeister Helmut Zech, Sprecher Johannes Fenk, Klaus Reindl und Manfred Wolf (von links).

Die Integration geht voran

Asylbewerber gut untergebracht

Egenburg – Zu Beginn der jüngsten Sitzung im Egenburger Rathaus bekam der Pfaffenhofener Gemeinderat vom Sprecher des Asylhelferkreises Egenburg, Johannes Fenk, ausführliche Informationen über den Stand ihrer Arbeit.

Fenk: „Wir verstehen uns als Brückenbauer zwischen den Flüchtlingen und den Menschen, die hier leben. Unser Ziel ist es, durch Hilfe zur Selbsthilfe die Asylsuchenden bei der Integration in unsere Gesellschaft zu unterstützen“.

Rund 50 Stunden beträgt der wöchentliche Zeitaufwand aller Personen des Helferkreises, der 15 Bürger umfasst. Die Aufgabenbereiche sind vielfältig. So werden unter anderem Deutschkurse organisiert, Ausbildungsplätze an Sprach- und Berufsschulen vermittelt, und die Unterstützung bei der Arbeitssuche oder bei Behörden zählt ebenfalls dazu. Auch die soziale Begleitung ist sehr wichtig, für aktuelle Fragen gibt es „Sprechstunden“ sowie Hilfe beim Verarbeiten von persönlichen Ängsten und Nöten.

Nach einer Eingewöhnungsphase gab es gute Fortschritte in der Sprachausbildung, es wurde auch großes Interesse an Arbeitsmöglichkeiten bekundet. „Durch das engagierte Arbeiten des Asyl-Helferkreises-Egenburg konnte bei den zehn männlichen seit 2014 in Egenburg untergebrachten Asylbewerbern sehr gute Erfolge bei der Integration und der Arbeitssuche verzeichnet werden“, so Johannes Fenk.

Auch Ansprechpartner Klaus Reindl sagte: „Der Helferkreis kann mit Fug und Recht schon ein bisserl stolz sein auf das was wir gemeinsam in den vergangenen eineinhalb Jahren mit unseren Flüchtlingen geschafft haben: Deutschkenntnisse, Arbeit, Schule und zumindest beginnende Integration in der Gemeinde“.

Fenk berichtete, dass derzeit von zehn Asylbewerbern bereits sechs Personen in einem Arbeitsverhältnis stehen, vier in Vollzeit und zwei nehmen an Berufspraktika teil. Die übrigen Personen gehen zur Schule oder nehmen an anderen Qualifizierungsmaßnahmen teil. Auch bei den Sprach- und Mathekursen, die vom Helferkreis angeboten wurden, sind schon Erfolge erzielt worden.

Auf eine entsprechende Frage aus dem Gemeinderat sagte Fenk: „Neun von zehn der Asylbewerber warten teilweise schon seit zwei Jahren auf ihre Anhörung. Es ist für sie eine enorme Belastung, auch nach so langer Zeit noch nicht zu wissen, ob sie bleiben können oder nicht“.

Dazu meinte auch Helmut Zech: „Es werden nicht alle in Deutschland bleiben können. Jedes Jahr eine Million, das geht nicht. Das muss jedem klar sein. Das wird die Bevölkerung auf die Dauer nicht akzeptieren“.

Sachspenden bereiten teilweise Sorgen, da gespendete Kleidungsstücke wie Damenbekleidung usw. nicht gebraucht werden. Deshalb bittet der Helferkreis, Spenden vorab mit Andrea Bernhard (egenburg-sachspenden@ asyl-landkreis-dachau.de) abzusprechen.

Lobend erwähnt wurde die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung durch Bürgermeister Helmut Zech sowie die konstruktive Zusammenarbeit mit der Caritas. Auf Nachfrage von Zech, ob weitere Kapazitäten des Helferkreises vorhanden sind, wenn der Gemeinde weitere Personen zugeteilt werden, meinte Johannes Fenk: „Ohne weitere Helfer können derzeit keine zusätzlichen Asylbewerber durch den Helferkreis unterstützt werden, wenn eine gute Integration das Ziel sein soll."

ws

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