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Die Asylunterkunft am Himmelreichweg wurde eingeweiht.

Besichtigung und Kundgebung

Asylunterkunft am Himmelreichweg eingeweiht

Dachau - Es hat Proteste und sogar eine Online-Petition gegeben. Als bekannt wurde, dass am Himmelreichweg eine Asylbewerberunterkunft entstehen soll, wehrten sich einige Anwohner. Jetzt wurden die Container eingeweiht. 

Unerwartet ruhig war die Stimmung am Mittwochabend in Dachau-Süd. Als Landrat Stefan Löwl die neue Asylbewerberunterkunft am Himmelreichweg 39 eröffnete, blieben große Diskussionen und Streitereien aus.  

Dabei ist das Thema Asylbewerberunterkunft in dem Stadtviertel brisant. Im Vorfeld gab es Proteste gegen die Unterkunft, sogar eine Online-Petition hatten die Gegner gestartet. Rund 500 Bürger aus Dachau unterstützten im Internet die Initiative gegen die Asylbewerberunterkunft. Doch die Argumente, die zur Begründung der Petition vorgebracht wurden, entkräfteten Landrat Stefan Löwl und Oberbürgermeister Florian Hartmann bereits auf einer Infoveranstaltung im LudwigThoma-Haus. 600 Bürger drängten sich damals in den Stockmannsaal, um sich zu informieren.

Auch jetzt ist das Interesse groß. Zur Einweihung kamen 200 Dachauer, um die Unterkunft zu besichtigen und sich selbst ein Bild vom Leben der Flüchtlinge dort zu machen. Landrat Stefan Löwl plädierte dafür, den Flüchtlingen offen zu begegnen. Der katholische Diakon Günter Gerhardinger und der evangelische Pfarrer Thomas Körner segneten die Unterkunft. 

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite war bei der Einweihung eine Kundgebung für "solidarische Flüchtlingspolitik und gute Nachbarschaft" des Runden Tischs gegen Rassismus. 30 Personen setzten ein Zeichen für die Willkommenskultur. Sie verteilten Tee und Kaffee und hielten zwei Banner hoch. "Kein Platz für Rassismus" und "Neighbours welcome" (übersetzt: "Nachbarn willkommen") war darauf zu lesen.

Die neuen Nachbarn werden vermutlich nach den Osterferien einziehen.  In der zweistöckigen Containeranlage sollen rund 100 Flüchtlinge untergebracht werden, sagte Landrat Löwl. Zuerst werden Asylbewerber aus der Kufsteiner Straße dort ein neues Zuhause finden, dann Asylbewerber aus der Karlsfelder Traglufthalle.

Die Einrichtung ist für die Dauer von drei Jahren geplant. Sie ist die dritte dezentrale Unterkunft für Flüchtlinge in Dachau: neben der Gemeinschaftsunterkunft an der Kufsteiner Straße, die aber geschlossen wird, und der Containeranlage auf dem MD-Parkplatz.

Ein ausführlicher Bericht über die Einweihung folgt. 

Bilder zur Einweihung der Asylunterkunft am Himmelreichweg 

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