Ein kleiner Erfolg: Michael Wockenfuß und Angelika Riess vom Förderverein Hofmarkkirche freuen sich über das restaurierte Portal, das am Sonntag offen steht.
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Ein kleiner Erfolg: Michael Wockenfuß und Angelika Riess vom Förderverein Hofmarkkirche freuen sich über das restaurierte Portal, das am Sonntag offen steht.

Türe der Hofmarkkirche Schönbrunn ist restauriert

Aufbruchsstimmung im Förderverein

Die Türe der Schönbrunner Hofmarkkirche ist restauriert. Beim Förderverein Hofmarkkirche herrscht Aufbruchsstimmung. Er hofft auf eine baldige Innenrenovierung.

Schönbrunn – Seit nunmehr 20 Jahren ist die Hofmarkkirche von Schönbrunn geschlossen. Damals begründete man die Schließung mit Baufälligkeit. Von Baufälligkeit kann seit der Sanierung des Daches und der Fassade dieser Kirche jedoch nicht mehr die Rede sein, aber im Innenbereich dieses wertvollen Gotteshauses hat sich noch gar nichts getan. So ist es für den Förderverein Hofmarkkirche schon ein Lichtblick, dass vor Kurzem wenigstens am Hauptportal die restaurierte Kirchentüre eingebaut wurde.Der neue Vereinsvorsitzende Michael Wockenfuß, der vor wenigen Monaten den Posten des verstorbenen Vorsitzenden Gerhard Schmidbauer antrat, ist guten Mutes, dass der Dornröschenschlaf beendet werden kann, was die Innenrenovierung betrifft. „Wir haben ein tolles Vorstandsteam, das aus einheimischen Schönbrunnern besteht, die die Hofmarkkirche Heilig Kreuz noch von den Gottesdiensten kennen, aus Kirchen- und Stiftungsvertretern sowie aus Fachleuten, die die kulturelle und bauliche Bedeutung dieser Barockkirche beurteilen können“, so Wockenfuß. Bei Mitgliedern und Unterstützern des Fördervereins sei eine starke Aufbruchstimmung zu verspüren. Es gebe eine gute Zusammenarbeit untereinander und mit externen Institutionen und Befürwortern.

Wockenfuß ist sich aber auch im Klaren, dass das Erzbischöfliche Ordinariat den Großteil der notwendigen Sanierungskosten von mindestens 5 Millionen Euro übernehmen muss, um zum Ziel zu kommen. Seitens des Fördervereins hat es schon zahlreiche Aktionen gegeben, mit deren Erlös man zur Finanzierung beitragen kann, aber das ist natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wockenfuß will daher weitere Gespräche mit den Verantwortlichen im Ordinariat suchen. Auch Kreisheimatpflegerin Dr. Birgitta Unger-Richter, die auch dem Förderverein angehört, will sich nach ihren Möglichkeiten für die notwendigen Sanierungsarbeiten einsetzen.

Aufbruchsstimmung im Förderverein stellt auch die Beisitzerin im Vorstand, Angelika Riess, fest. „Die Dorfkirche bedeutet für mich Heimat. Hier wurde ich getraut, hier wurden unsere Kinder getauft. Mein Vater Georg Vollenhals war 17 Jahre Mesner in dieser Kirche, und die Renovierung war für ihn und ist für mich und meine Familie ein Herzenswunsch.“ Es sei erfreulich, dass sich Michael Wockenfuß „so zielstrebig einsetzt und uns allen Hoffnung gibt“, so Riess.

Tag des offenen Denkmals

Am kommenden Sonntag, 12. September, will der Förderverein am „Tag des offenen Denkmals“ von 11 bis 17 Uhr die restaurierte Tür von Heilig Kreuz für die Öffentlichkeit öffnen. „Sein und Schein“ lautet das Motto des diesjährigen bundesweit veranstalteten Denkmaltages, das auch als Beschreibung für den aktuellen Zustand der Hofmarkkirche von Schönbrunn dienen könnte. Von außen präsentiert sich das Bauwerk in frischen gelb-weißen Tönen, im Inneren ist diese bedeutende Barockkirche jedoch wie vor 20 Jahren eine Baustelle.

Beim „Tag des offenen Denkmals“ informieren Mitglieder des Fördervereins über die Geschichte der Kirche und den Stand der Sanierungsarbeiten. Treffpunkt ist vor der Kirche.

Josef Ostermair

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