Rede und Antwort stand Blasius Thätter der stellvertretenden Vorsitzenden und Geschäftsführerin des Ortsverbands, Sylvia Podewils. Foto: hab

Aufbruchstimmung in allen Bereichen

Kleinberghofen - Perspektiven und Chancen, aber auch der Blick in die Vergangenheit waren Themen des CSU-Neujahrsempfangs in Kleinberghofen. Dabei ging es vor allem um die Anfänge der Gemeinde Erdweg vor 40 Jahren.

Die Stimmung und Hintergründe versuchte Sylvia Podewils, stellvertretende Vorsitzende und Geschäftsführerin des CSU-Ortsverbands, bei einem Interview mit Blasius Thätter im Bürgerhaus zu ergründen. Die Aufbruchstimmung vor allem bei jungen Leuten sei nicht nur allgemein in der Welt zu spüren gewesen, sondern vor allem in den fünf Gemeindeteilen. Es habe dabei eine enge Zusammenarbeit in allen Gremien gegeben, auch wenn die Bevölkerung zum Teil arg gefordert wurde. So seien auf einmal hohe Beiträge fällig geworden für die vollbiologische Kläranlage, „aber man hat auch gesehen, es geht was vorwärts“, erklärte Blasius Thätter die Situation.

Vor 1972 hingegen sei weithin Misstrauen zu spüren gewesen, was einen Zusammenschluss der damals sieben Ortsteile (mit Arnbach und Hirtlbach) zu einer Großgemeinde betrifft. Jeder habe Angst gehabt vor dem anderen, seine eigenen Aufgaben gehabt, „und es hat ja jeder Ortsteil auch sein Vermögen einbringen müssen“, so Thätter.

Doch Ludwig Ostermair aus Eisenhofen habe als erster Bürgermeister der Gemeinde Erdweg „eine großartige Art gehabt, die Sache anzugehen. Er hat uns alle begeistert für die Aufgaben, beispielsweise einen Flächennutzungsplan anzugehen, die Schule zu erweitern“, lobte Thätter den Altbürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde.

Ein Zusammenschluss zu einer leistungsstarken Gemeinde oder Verwaltungsgemeinschaft, sei von Staats wegen zudem gefördert worden durch viele finanzielle Anreize zum Aufbau einer Infrastruktur. Sogar Altomünster und Schwabhausen hätten damals bei den Erdwegern wegen einer Verwaltungsgemeinschaft angeklopft. Erdweg sei schließlich damals schon gut dagestanden mit einem Pfarrverband, einem Schulverband und einer modernen Schule. Doch habe man sich für den Zusammenschluss zur Gemeinde entschieden.

Heute werde nicht mehr so sehr in die Großgemeinde hineingedacht, sondern mehr in die Ortsteile. Der 1973 gegründete CSU-Ortsverband habe jedoch immer versucht, über alle Ortsteile hinweg die großen Aufgaben zu unterstützen.

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