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Der Pfarrsaal von St. Jakob ist nun auch für Behinderte zu erreichen.

Pfarrheim St. Jakob ist nun barrierefrei

Ein Traum von einem Aufzug

Das Pfarrheim von St. Jakob ist seit vergangenem Freitag barrierefrei. In einer Feierstunde wurde der neue Aufzug eingeweiht, der es ermöglichen soll, dass auch Menschen mit Behinderung künftig in den Pfarrsaal gelangen können.

Dachau – Pfarrer Wolfgang Borm bekräftigte in seinen Begrüßungsworten, dass mit dem Aufzug für die Pfarrei ein Traum in Erfüllung gegangen sein – „ein Traum von einem Aufzug, der es ermöglichen wird, dass sich bei unseren Veranstaltungen und Festen im großen Pfarrsaal künftig Menschen mit Behinderungen im Großen und Ganzen nicht mehr ausgeschlossen fühlen müssen“!

Klar, der Einbau sei nicht leicht gewesen, wie es eben oft der Fall sei, wenn ein Aufzug in oder an ein Gebäude nachträglich angebracht werde. Zudem, so Borm, seien die Verantwortlichen mit der Frage konfrontiert worden, ob man es denn wirklich zulassen wolle, „einen so schönen Hof wie den unseren zu verschandeln“? Im Nachhinein könne man feststellen, „dass wir einen Aufzug haben, der sich wunderbar in das gegebene Ensemble einfügt“, so der Stadtpfarrer. Am Ende dankte Borm der Kirchenverwaltung, allen voran Dr. Günter Strittmatter: „Ohne ihn wäre das alles nicht so einfach zu verwirklichen gewesen!“

Strittmatter, Initiator und Leiter des Aufzugprojektes, schilderte daraufhin stolz, wie es zur Entscheidung für den nun angebauten Kabinenaufzug gekommen sei: Nach Einholung von Angeboten für verschiedene Aufzugsvarianten und der Besichtigung von zwei Kabinenaufzügen habe für ihn festgestanden, dass dieser Kabinenaufzug die optimale Lösung für das Pfarrheim sein könnte. Er erfülle alle Anforderungen, weder innen im Gebäude noch außen gehe Platz verloren, auch habe sich diese Variante als die weitaus kostengünstigste erwiesen.

Dennoch war gerade die Finanzierung die größte Schwierigkeit des Projekts. Denn: „Für die Finanzierung ist eigentlich die Kirchenstiftung St. Jakob mit Unterstützung des Erzbischöflichen Ordinariats zuständig. Dort hätten wir uns in die lange Schlange der beantragten Projekte einreihen müssen“, so Strittmatter. Um zeitnah bauen zu können und die mobilitätseingeschränkten Menschen nicht länger bei Veranstaltungen im Pfarrsaal ausschließen zu müssen, begaben sich Strittmatter & Co. also auf Sponsorensuche.

Ein Förderantrag bei der Sozialorganisation „Aktion Mensch“ schließlich brachte schließlich den ersehnten Durchbruch. „Wir waren hoch erfreut und dankbar, dass der Antrag ohne Wartezeit genehmigt wurde. ,Aktion Mensch’ übernahm rund die Hälfte der Investitionskosten. Damit war der Grundstein für die Finanzierung gelegt“, so Strittmatter. Vier weitere Stiftungen sagten anschließend ebenfalls ihre Unterstützung zu, allen voran die von Ernst Burgmair betreute Hans-und-Rosa-Eben-Stiftung. Auch die Volksbank Raiffeisenbank Dachau sowie die Stiftung Soziales der Sparkasse Dachau, aber auch die Hans-Rapp-Stiftung trugen mit erheblichen Spenden zur Finanzierung bei.

In Grußworten beglückwünschten schließlich auch Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Oberbürgermeister Florian Hartmann die Pfarrei zu der Investition. Sie wiesen darauf hin, wie wichtig es sei, Menschen – junge und ältere mit Mobilitätseinschränkungen, Rollstuhlfahrer und Rollatorbenutzer – am gesellschaftlichen Leben teilhaben zulassen und nicht auszuschließen. Durch die nun volle Barrierefreiheit könnten künftig alle Menschen den oberen Pfarrsaal erreichen.

dn

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