Auseinandersetzung auf einer Baustelle

Bauarbeiter mit Eisenstange angegriffen

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Karlsfeld - Mit einer Eisenstange ging ein Trockenbauer auf einer Baustelle in Karlsfeld auf den anderen los. Versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung lautet die Ankage vor dem Landgericht München II.

Ursprünglich ging es um eine noch nicht beglichene Rechnung über 20 000 Euro. Doch daraus entwickelte sich am 11. November 2014 eine gefährliche Auseinandersetzung auf einer Baustelle in Karlsfeld. Ein Subunternehmer (37) für Trockenbau, der zuletzt in Berlin wohnte, muss sich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht München II verantworten.

 Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der Angeklagte mit einem anderen Trockenbauer (28) wegen des Geldes stritt. Dabei soll er zu dem Mann ins Auto gegriffen und ihn am Kragen gepackt haben. Ein Zeuge habe ihn beiseite geschoben. Davon fühlte sich der 37-Jährige offenbar provoziert – und soll nun auf den Helfer losgegangen sein und ihm von hinten gegen die linke Gesichtshälfte geschlagen haben. Auch habe er einen Hammer nach dem Helfer nachgeworfen. 

Schlimmer noch: Laut Anklage nahm der 37-Jährige einen Wasserschieber, eine spitz zulaufende Stange mit einem Gewicht von 5,3 Kilo, und setzte dazu an, auf den Kopf seines Widersachers einzuschlagen. Das Opfer wehrte sich und erlitt dabei eine Risswunde an der Hand. Der Angeklagte schildert den Fall anders herum. Er habe dem 28-Jährigen „nur an die Brust gefasst“. Da seien schon zwei Leute des 28-Jährigen gekommen, hätten den 37-Jährigen gepackt, gedreht und ins Gesicht geschlagen. Plötzlich habe einer der Widersacher eine Eisenstange in der Hand gehabt, die er abgewehrt habe. „Ich habe um mein Leben gefürchtet.“ Der Prozess dauert an.

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