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„Hoffnungsschimmer“: Sabine Dubitzky-Donath eröffnet die Ausstellung in der Kleinen Altstadtgalerie.

Hoffnung – Schicht für Schicht

Neue Ausstellung

Dachau – Alexa Kriele, auch bekannt als Dolmetscherin der Engel, stellt in der Kleinen Altstadtgalerie ihre Öl-Gemälde aus. Wenn sie nicht mit Engeln spricht, dann malt sie.

Schicht für Schicht, Lasur um Lasur – so entstehen die Bilder von Alexa Kriele. „Ich habe kein Konzept, wenn ich vor der Leinwand stehe, eher einen Impuls, dem ich nachgebe“, erklärt sie in ihrer Broschüre zur Ausstellung „Hoffnungsschimmer“ in der Kleinen Altstadtgalerie.

In der Galerie von Frank Donath gab es zur Eröffnung wieder kaum ein Durchkommen. In den Räumen tummelten sich viele Galeriefreunde, Kunstinteressierte und auch einige Neugierige. Alexa Kriele wohnt in der Nähe von Berlin und ist aus dem Fernsehen als Dolmetscherin der Engel sowie für ihre Bücher bekannt. Letztere brachten sie nach Dachau. Galeriemitbesitzerin Sabine Dubitzky-Donath lernte Krieles Bücher vor 15 Jahren und Kriele selbst vor fünf Jahren bei einer persönlichen Engelssitzung kennen.

Emotional berührt erzählte sie den Vernissage-Besuchern von dieser Erfahrung. Hoffnung war es, die Dubitzky-Donath nach diesem Treffen verspürte. Und um Hoffnung geht es auch bei der Ausstellung. „Ihre aussagekräftigen und berührenden Werke sollen heilsam wirken und Hoffnung schenken“, sagte die Galeriebesitzerin.

Die Ölgemälde sind meist gegenstandslos, abstrakt, auf den ersten Blick ein buntes Gewirr an Farben. Einige erinnern an Fotos von entfernten Galaxien oder Nebel im Universum, bei „Schöpfung“ könnte dies sogar Absicht sein. Doch alle Bilder haben etwas Dunkles und etwas Helles, wie das Licht, das Hoffnung bringt, oder das Dunkle verdrängt, oder die Schatten besiegt.

In einigen finden sich beim genaueren Hinsehen auch Figuren wie ein Reiter oder ein Leuchtturm. Beim Betrachten von „Mehr als ein Schimmer“ erkennen einige Besucher die pastose Ölfarbe im unteren Drittel als tosendes Meer, den gelben Streifen als Horizont und den hellen Fleck als Licht, das durch dicke Wolken bricht. Es ist ihr Lieblingsbild in der Ausstellung, verrät die Künstlerin.

Für die „Dolmetscherin“ und studierte Psychologin ist es die dritte Ausstellung. Eine, die ihr nicht leicht fällt. Es ist die erste, bei der alle Werke käuflich sind. Natürlich freue sie sich, wenn anderen Leuten ihre Bilder gefallen, doch davon trennen – das fällt ihr schwer. „Es sind ja ein bisschen wie Kinder, die du dann gehen lassen musst“, sagte die vierfache Mutter.

Das kann der besser nachvollziehen, der weiß, wie lange sie sich mit ihren Bildern beschäftigt. „Ich male solange, bis mir ein Titel zum Bild einfällt.“ Und das kann eben schon mal zehn Jahre dauern, wie sie verrät. Beim Bild „Vor Sonnenaufgang“ malte sie vor zehn Jahren die erste Schicht und erst vor kurzem die letzte. Dazwischen lag die Leinwand auch Jahre unberührt herum. Und wenn Alexa Kriele nicht malt, dann spricht sie mit den Engeln.

mik

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