Einen Blumengruß von den Ampertalern nimmt Peter Bürgel entgegen, nachdem ihm zu Ehren getanzt wurde. Foto: kn

18 Bäume in Isreal für den OB

Dachau - 18 Bäume hat der Oberbürgermeister geschenkt bekommen. 18 Bäume, die in Israel „zu Ehren von Peter Bürgel durch Max Mannheimer gepflanzt werden".

Als Bürgel diese Glückwunschkarte vorlas, kippte seine Stimme für einen Moment vor Rührung. Viele Ehrengäste, der Landrat, fast alle Bürgermeister waren im alten Sitzungssaal zusammengekommen, um zu gratulieren.

Max Mannheimer kam nicht persönlich, er schickte eine Karte: „Der jüngste Ehrenbürger der Stadt Dachau“ gratulierte mit einem Gutschein vom Jüdischen Nationalfonds, einem Verein, der Umweltprojekte in Israel fördert. Die Baumpflanzungen haben dort einen hohen Stellenwert. Sie sind Zeichen der Hoffnung auf eine gute Zukunft. Aus vielen Quadratkilometern ehemaliger Wüste ist in den vergangenen 100 Jahren Wald geworden. Auch die 18 Bäume zu Ehren von Peter Bürgel haben Symbolwert.

„Für die Erinnerungsarbeit in Dachau und die Aussöhnung mit Israel hast Du viel getan“, sagte Bürgermeisterin Gertrud Schmidt-Podolsky. „Mit dem Herzen am rechten Fleck, mit einer ehrlich gefühlten Umarmung und Tränen in den Augen begegnest Du Zeitzeugen.“ In ihrer Rede stellte Schmidt-Podolsky nicht den Politiker, sondern den Menschen Peter Bürgel in den Mittelpunkt. Sie erzählte von Zeiten, in denen er mit Rauschebart als DJ jobbte: Damals schon wusste er es, konservative Werte und den Freiheitsbegriff zu vereinen. Als OB sei es Bürgel mit Feingefühl und überzeugender Menschlichkeit gelungen, Dachau zu einem Lern- und Erinnerungsort zu machen. Auch für die Aussöhnung mit Israel habe Bürgel viel getan. „Er hat schon einen Stammaraber in Jerusalems Altstadt gefunden.“ Schmidt-Poldolsky schlussfolgerte: „Am Wirtshaussterben ist Peter Bürgel sicher nicht schuld - weder in Dachau, noch in München, noch in Jerusalem.“

no

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