Ball der Vereine: In Kollbach feiert eine verschworene Gemeinschaft

Kollbach - In Kollbach gibt es eine verschworene Dorfgemeinschaft. So wird Jahr für Jahr auch gemeinsam ein Faschingsball gestemmt. Die Stimmung war wieder top. Aber es gab auch einen Wermutstropfen.

Im Gasthof Ostermair war beim Kollbacher Ball der Vereine der Faschingsverein Kammerberg-Fahrenzhausen mit Prinzenpaar Susanne I. und Andreas I., Hofstaat sowie Prinzengarde mit dem Showprogramm „Dream Sensation“ zu Gast. Vermittelt hatte die Attraktion des Abends aufgrund besonderer Beziehungen der scheidende Schützenkönig des Kollbacher Schützenvereins, Peter Enzensberger. Ist seine Tochter Susi doch eines der blonden Gardemädchen bei den Narren im benachbarten Kammerberg. Die Vermittlertätigkeiten wurden honoriert: Enzensberger erhielt den Kammerberger Faschingsorden.

Das Prinzenpaar sowie die von sechs Buam unterstützten 13 Garde-Madl wirbelten wild über die Tanzfläche. Bei einer Hebefigur kam ein Gardemädchen der Raumdecke schon gefährlich nahe. Doch alles ging gut. Für sein Showprogramm erntete der Faschingsverein viel Beifall, das begeisterte Publikum erklatschte sich eine Zugabe. Als Motto gaben die Kammerberger ihren Gastgebern ihre Hymne mit auf den Weg des Abends: Jede Nacht eine lange Nacht - was sich so manche Kollbacher Ballgäste nicht zweimal sagen ließen.

Dass auch die Ballgäste für Wirbel auf der Tanzfläche sorgen können, zeigte nicht zuletzt der frischgebackene Schützenkönig und zweite Vorsitzende der Kollbacher Schützen, Norbert Hammerl. Mit seiner Frau Wally drehte er seine Runden übers Parkett. Dabei hatte er schwer zu tragen an seiner neu gewonnenen Ehre, denn die Schützenkette wiegt etliche Kilo. Irgendwann verstaute Hammerl das prachtvolle Stück lieber im mitgebrachten Ledertresor.

Doch nicht nur die Schützen sind traditionell am Kollbacher Ball der Vereine beteiligt, wenn sie auch die Urzelle des einstmaligen Schützenballs darstellen. Schon seit vielen Jahren sind auch der Gartenbauverein, die Feuerwehr, der 1. FC Kollbach sowie der Krieger- und Soldatenverein mit von der Partie. Alle gemeinsam dokumentieren den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft.

Allerdings stellte Schützenmeister Klaus Sommerer leicht betrübt fest, dass die Zahl der Ballbesucher gegenüber dem Vorjahr leider entsprechend des allgemeinen Trends erneut etwas abgenommen hat. Cheforganisator Jakob Strohmeier sprach von 63 zahlenden Besuchern.

Nicht fehlen durfte am Abend die traditionelle Verlosung. Dazu hatten die fünf teilnehmenden Vereine und Wirt Johann Ostermair je einen Preis gestiftet. Zu später Stunde stand schließlich noch die Versteigerung der Torte an, die nach altem Brauch von der Frau des Schützenkönigs gebacken worden war, Schützenliesel Wally Hammerl. Den musikalischen Takt gab das Lost Hair Duo an, das es verstand, den Ballbesuchern Tanzbeine zu machen. (rds)

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