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Dachauer Bankräuber in Hotel verhaftet

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© Habschied/Sparkasse Dachau

Dachau - Er hatte sich ein Hotelzimmer gebucht, nun ist er eingebuchtet: Der Dachauer Sparkassenräuber ist gefasst worden. In einer Münchner Herberge. Seine Fingerabdrücke hatten ihn verraten. Einen Teil der Beute hatte der Ganove eingezahlt: bei einer Bank.

Keiner hatte gesehen, wie der nur 1,50 Meter große, dicke Bandit am Mittwoch gegen 8.30 Uhr mit mehreren tausend Euro Beute die Hauptstelle der Sparkasse Dachau verlassen hatte. Aber er missachtete das kleine Ganoven-Einmaleins, wo geschrieben steht: stets Handschuhe tragen. Am Schalter hinterließ er seine Fingerspuren – ein gefundenes Fressen für gewiefte Fahnder.

Die Ermittler von der Kripo Fürstenfeldbruck leisteten ganze Arbeit. Der Polizeicomputer spuckte den Namen eines 44-jährigen Deutschen aus. Wohnsitz: Karlsruhe. Registriert wegen eines zurückliegenden Eigentumsdeliktes in Bayern. In seiner Wohnung war der Gesuchte nicht. „Doch dann greift ein Bündel von polizeitaktischen Maßnahmen“, verrät Peter Grießer, Sprecher beim Polizeipräsidium Oberbayern-Nord. Eine Maßnahme war, die Gästelisten der Münchner Hotels zu durchforsten. Volltreffer. Am Donnerstagfrüh um 2 Uhr drangen Polizisten in das Zimmer des 44-Jährigen in einem Quartier in Bahnhofsnähe ein. Der Mann leistete keinen Widerstand. Die Tatwaffe hatte er bei sich: eine Schreckschusspistole, aber nur einen Teil der Beute. Den Rest hatte er eingezahlt: bei einer Bank.

Mit beiden Bankkauffrauen, die der Räuber mit seiner Pistole bedroht hatte, „geht es aufwärts“, teilt der Leiter des Vorstandssekretariats der Sparkasse Arthur Fischer mit. Beide hatten einen Schock erlitten, blieben ansonsten gottlob unverletzt.

Thomas Zimmerly

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