Ortszentrum Karlsfeld

Parkraumkonzept beschlossen

Karlsfeld - Der Bauausschuss des Karlsfelder Gemeinderats hat am Mittwochabend einstimmig ein Konzept für das Parkraummanagement im Ortszentrum beschlossen. Anwohner und Kunden der Geschäfte sollen gleichermaßen profitieren.

Das Fachbüro Gevas, Humberger und Partner hat Untersuchungen vorgenommen und festgestellt, was vor allem Anwohner längst wissen: Parkplätze sind rar, erst recht seit die Neue Mitte steht.

Beschlossen wurde eine Mischnutzung. Es gelten sowohl Regelungen mit Anwohnerausweisen als auch mit Parkscheibe. Im Bereich der neuen Parkraumzone gibt es derzeit 912 öffentliche Parkplätze, bei 79 Plätzen ist die Parkdauer beschränkt. Die Parkraumzone wird im Norden begrenzt durch die Hochstraße und im Westen durch die Münchner Straße. Beide Straßen liegen jedoch außerhalb der Zone. Im Gegensatz dazu gehören Seestraße und Schwarzgrabenweg als Ostgrenze und der Gärtnerweg und der Friedhofsweg als Begrenzung im Süden zum Parkraumgebiet.

Für die Neue Mitte, Bereiche rund ums Rathaus sowie Teile der Gartenstraße und der Krenmoosstraße werden zusätzlich Sonderregelungen getroffen. Ziel ist es, Anwohnern das Parken in den späten Abendstunden und nachts zu ermöglichen und gleichzeitig tagsüber Parkmöglichkeiten für Kunden der Läden freihalten zu können.

Alle Regelungen sollen von Montag bis einschließlich Samstag gelten. Wie die Parkzeiten im Detail festgelegt werden, steht noch nicht fest.

Anwohnerausweise sollen die Autobesitzer bekommen, die keinen Stellplatz in Garagen oder auf dem Grundstück haben. Bürgermeister Stefan Kolbe rechnet damit, dass die Gemeindeverwaltung etwa 1000 Ausweise ausstellen muss. Die Ausweise sind kostenpflichtig, die Gebühr liegt voraussichtlich bei etwa 30 Euro pro Jahr.

Wegen des Verwaltungsaufwands und der nötigen Beschilderung kann das Parkraumkonzept für das Ortszentrum in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr umgesetzt werden.

Bernd Wanka, CSU-Gemeinderat und bis vor wenigen Monaten Verkehrsreferent der Gemeinde, fordert einen „Erziehungseffekt“ über Kontrollen. Die Quote, beim Falschparken erwischt zu werden, müsse bei mindestens 50 Prozent liegen. (tol)

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