Die Sanierung der Friedhofsmauer steht unmittelbar bevor und wirft im Vorfeld einige Probleme auf. Foto: SH

In der Bauphase wird es eng auf der Straße

Ottershausen - Mit der Sanierung der Friedhofsmauer in Ottershausen fällt der Geh- und Radweg weg. Die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern ist beeinträchtigt. Baubeginn ist in der kommenden Woche.

Die Befürchtung, inmitten einer Baustelle an Allerheiligen die Gräber zu segnen, hat sich auf dem Dorffriedhof in Ottershausen von selbst erledigt. Der lang erwartete Baubeginn zur Renovierung der Friedhofsmauer wurde verschoben - voraussichtlich um eine Woche. Ursprünglich war die Einrichtung der Baustelle am vergangenen Montag geplant. Als die Baufirma bei der Baustellenbegehung am Dienstagmorgen einen Platz zur Aufstellung zweier Baucontainer und der Lagerung des Materials brauchte, stellte sich heraus, dass dafür keine Flächen vorgesehen waren. Die Lösung dieses Problems war rasch gefunden: Die Container können im Hof des benachbarten Schlammer-Anwesens aufgestellt werden und als Materiallager werden die Längsparkplätze herhalten.

Nicht eingeplant war jedoch, dass der Geh- und Radweg entlang des Dorfplatzes bis zur Heckeneinfassung als Baufläche und Sicherheitsabstand zur Baustelle benötigt wird. Der gesamte Boden in diesem Bereich muss ausgehoben, unterfangen und wieder aufgefüllt werden. Für die Fußgänger und Radfahrer braucht man nun eine Übergangslösung. „Entsprechend ihrer Höhe muss die Mauer horizontal abgestützt werden. Das heißt, die ganze Gehwegbreite wird zur Abstützung benötigt. Nach Fertigstellung dieser Erdarbeiten bekommt die denkmalgeschützte Friedhofsmauer eine Betonvorsatzschale mit aufgesetzter Absturzsicherung. Erst dann kann der Gehweg wieder neu angelegt werden“, erklärte Pastoralreferent Bernhard Skrabal die geplanten Bauabschnitte. Bis zur Wiederherstellung des Gehwegs muss dieser verlegt werden. Eine brisante Aufgabe, vor allem wegen des unübersichtlichen Straßenverlaufs direkt entlang der Mauer. Egal von welcher Seite ein Verkehrsteilnehmer sich annähert, ist wegen einer scharfe Kurve um den Kirchhof die Straße nicht einsehbar.

Für die Verlegung des Gehwegs gibt es nun zwei Möglichkeiten. Einmal könnte ein Holzsteg zur Schonung der Grasfläche als Gehweg zwischen Brunnen und Straße über den Dorfplatz gelegt werden. Die andere Möglichkeit wäre, direkt entlang des Bauzauns auf unbefestigtem Boden zu laufen. Bei trockenem Wetter ist das kein Problem. Doch sobald die Feuchtigkeit kommt, wird es eine matschige Angelegenheit. „Bei dieser Variante besteht immer ein Risiko für die Fußgänger, da sie sich eng an der Baustelle bewegen. Wesentlich gefahrloser wäre die Lösung mit dem Holzsteg, der allerdings nicht zu nah an der Straße liegen darf. Der Winter steht bevor, und die Räumfahrzeuge würden den Steg mit dem Schnee von der Fahrbahn aus zuschütten“, meinte Michaela Reischl vom Ordnungsamt. Sollten keine erheblichen Einwände von den Bewohnern aus Ottershausen kommen, ist aus Sicherheitsgründen der Bau des Holzsteges die vorerst favorisierte Variante im Rathaus. Eine endgültige Entscheidung wird bis Ende der Woche fallen. Damit ist aber erst die einfachere Hälfte des Problems gelöst.

Erheblich schwieriger gestaltet sich der zweite Teil der Friedhofsmauer am Ende der Rechtskurve, die nur durch einen schmalen Gehweg von der Dachauer Straße getrennt ist. Um dort arbeiten zu können, muss die Baustelle direkt am Straßenrand abgesichert und von Seiten des Landratsamtes eine verkehrsrechtliche Planung erstellt werden. Eventuell ist kurzzeitig sogar mit einer einseitigen Sperrung oder einer Ampel zu rechnen. Mit dem Baubeginn wird nun in der Woche nach Allerheiligen gerechnet. Abhängig vom Verlauf des Winters soll die Renovierung der Kirchenmauer bis Ostern 2014 abgeschlossen sein. Erst dann kann der ursprüngliche Gehweg wieder hergestellt und benutzt werden. (sh)

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