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Baustopp gefordert

Petershausen - Mit einem Antrag auf Baustopp will die Bürgerinitiative Gegenwind aus Weißling den Bau des Windrads bei Kammerberg verhindern.

In einer Presseinformation teilt die BI mit, beim erneuten Prüfen der Antragsunterlagen habe sie schwere Fehler im Gutachten zur speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung (saP) der Windrad-Planer gefunden. „Dieses Windrad hätte niemals genehmigt werden dürfen“, heißt es. „Jetzt muss sofort ein Baustopp her!“

Die BI wirft dem Planer, der SL Windenergie Entwicklung GmbH der Brüder Hinterseher vor, fehlerhafte Unterlagen eingereicht zu haben. Das von der BI beauftragte Fachbüro für angewandten Naturschutz hat laut BI folgenden Mangel festgestellt: Die Auswirkungen der Windkraftanlage auf den Wespenbussard, der auf Petershausener Gemeindegebiet im Weißlinger Holz sein Nest gebaut hat und damit das hier geplante dritte Windrad verhindert hat, sei nicht ausreichend gewürdigt worden.

Laut Bayerischem Windenergieerlass müsse man beim Kammerberger Windrad von einem signifikant erhöhten Tötungsrisiko für den Wespenbussard ausgehen. Denn sein Brutplatz liege weniger als einen Kilometer vom Standort des Kammerberger Windrades entfernt. Der Vogel würde das Umfeld des Windrades wohl kaum meiden. Die Unterlagen der Windrad-Planer verneinten jedoch dieses Risiko.

Das sei eine grobe Fehleinschätzung, so die BI. Diese habe das Freisinger Landratsamt als Genehmigungsbehörde weder kritisiert noch beachtet. Daher komme das Fachbüro zu dem Schluss, „dass die vom Landratsamt im Genehmigungsbescheid geforderten Auflagen für die WKA insgesamt nicht ausreichend sind, um zukünftig relevante Beeinträchtigungen geschützter Tierarten zu verhindern“.

Im BI-Pressetext heißt es: „So dürften zum Beispiel nach Ansicht der BI-Experten während der Balz- und Brutzeit des Baumfalken zwischen Mitte Mai und Mitte August keinerlei Bauarbeiten in und über Baumwipfelhöhe stattfinden. Diese Auflage gibt es vom Landratsamt aber nicht.“ Aufgrund der Defizite der eingereichten saP-Unterlage bestehen nach Ansicht der BI und ihrer Gutachter erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Genehmigungsbescheids. (rds)

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