Feuerwehr im Einsatz: Das Dach einer Lagerhalle steht in Flammen. Es ist mit einer Photovoltaikanlage bestückt.
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Photovoltaikanlagen auf Lagerhallen fangen immer wieder Feuer: So auch am Samstag bei einem Baustoff- und Agrarbetrieb im Landkreis Dachau. (Symbolbild)

Weitere Untersuchung angekündigt

Baustoff-Halle brennt: Großeinsatz bei Dachau - Feuerwehr bekämpft schwierigen Brandfall

  • Moritz Bletzinger
    vonMoritz Bletzinger
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Komplizierter Feuerwehr-Großeinsatz im Landkreis Dachau. Das Dach einer Lagerhalle eines Baustoff- und Agrarhandels in Lauterbauch stand in Flammen.

Lauterbach - Die Photovoltaikanlage auf dem Dach einer Lagerhalle fing am Samstagvormittag Feuer. Der Geschäftsführer habe die Flammen gegen 10 Uhr vormittags entdeckt und umgehend einen Notruf abgesetzt, teilt das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit.

Landkreis Dachau: Feuer auf Lagerhalle in Lauterbach - Komplizierter Brandfall löst Großeinsatz aus

Feuerwehr, Polizei, Notarzt und Rettungsdienst rückten mit einem Großaufgebot an. Allein die freiwilligen Feuerwehren aus der Umgebung sollen mit 120 Einsatzkräften vor Ort gewesen sein. Kreisbrandinspektion sowie die „Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung“ verstärkten zudem.

Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst kompliziert. Das Dach ist großflächig mit Photovoltaikpanelen bestückt. Immer wieder vielen heiße Teile der Anlage zu Boden. Dennoch gelang es den Einsatzkräften, den Brand zu löschen und ein Übergreifen auf anliegende Gebäude zu verhindern.

Feuer in Lauterbach: In brennender Halle lagert Dünger - Polizei beruhigt Anwohner und verständigt Klärwerk

Auch das Durchbrennen in den unteren Gebäudeteil konnten die Einsatzkräfte abwenden. In der Halle des Baustoff- und Agrarhandels lagen unter anderem Fliesen und Düngemittel.

Die Polizei teilt mit, für Anwohner sei zu keiner Zeit Gefährdung bestanden. Umweltschäden sollen durch das Einfangen des Löschwassers verhindert worden sein. Doch die Folgen des Feuer-Unglücks müssen zu Sicherheit noch genauer beleuchtet werden. Ein Verantwortlicher des zuständigen Klärwerks ist verständigt.

Kripo Fürstenfeldbruck geht Brandursache nach: Feuer verursacht etwa 100.000 Euro Schaden

Personen wurden beim Brand nicht verletzt. Der Schaden an der Photovoltaikanlage wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Ermittlungen zur Brandursache wurden von der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck bereits aufgenommen. Aktuell gehen die Beamten von einem technischen Defekt aus.

Einen Tag zuvor war es in Dachau zu einer Feuer-Tragödie gekommen. Eine pflegebedürftige Frau verstarb bei einem Zimmerbrand. Die Polizei vermutet, eine Zigarette habe zu dem Unglück geführt.

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