Beate Merk ist erschüttert angesichts des schrecklichen Verbrechens in Dachau.

"Mir zerreißt es das Herz"

Dachau - Nach den tödlichen Schüssen im Dachauer Gerichtssaal sitzt der Schock tief. Auch bei Beate Merk. Die bayerische Justizministerin hat das Opfer, Tilman T., gekannt. Sie äußert sich jetzt zu der neu entbrannten Sicherheitsdebatte in Justizbehörden.

"Innerhalb der Justiz besteht der Konsens, dass wir offene Gerichte wollen", erklärte Beate Merk. Zwar gebe es die vier großen Strafvollzugsanstalten, die komplett abgeschottet seien, doch das sei bei kleineren Gerichten nicht machbar.

Natürlich würden auch Kontrollen durchgeführt, wenn der Fall beziehungsweise der Angeklagte dazu Anlass gibt. Dann könne ein Gerichtsgebäude abgeschottet werden. "Wir führen außerdem an allen Gerichten in Bayern Stichprobenkontrollen durch", sagte Merk. Zudem würden alle Wachtmeister gezielt geschult, wie man mit Menschen umgeht, die gewalttätig sind. Und es werde auch massiv in bauliche Maßnahmen investiert.

Hier wird der Täter abgeführt

Bilder: Schüsse am Dachauer Amtsgericht

"Man kann immer mehr machen. Aber jede Eventualität lässt sich leider nicht ausschließen", meinte Merk tief betroffen. Man könne nur Sicherheit suggerieren.

Lesen Sie dazu:

Bluttat im Dachauer Amtsgericht: Staatsanwalt (31) stirbt

Killer von Dachau: Eine Spurensuche

Opfer von Dachau: Tilman T. war ein Einser-Schüler

Der Fall berührt sich auch deshalb so tief, da sie das Opfer, den 31-jährigen Staatsanwalt Tilman T. persönlich kennen gelernt hat. "Mir zerreißt es das Herz." In Gedanken sei sie bei den Angehörigen. Und sie habe auch tiefstes Verständnis für alle Kollegen des Opfers, die ihrer Bestürzung über das schreckliche Verbrechen Ausdruck verleihen und die Arbeit hinten anstellen.

weg

Bilder von der Pressekonferenz in Dachau

Bilder: Pressekonferenz in Dachau

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