Gemeinderat Petershausen

Bedenken der CSU: Rosenstraße zu dicht geplant

  • schließen

Ist die Baudichte im Neubaugebiet in Petershausen zu hoch? Das befürchtet die CSU-Fraktion im Gemeinderat. Sie stimmte gegen den Entwurf.

Petershausen Ihm machen die Planungen zum Neubaugebiet Rosenstraße in Petershausen Angst: CSU-Gemeinderat Gerhard Weber sagte in der jüngsten Ratssitzung zum städtebaulichen Entwurf: „Wir haben da komplett andere Meinungen.“

Die Konsequenz: Die CSU stimmte mit sechs Stimmen dagegen, den Entwurf als Planungsgrundlage zu verwenden. Weber erklärte: „Ich sehe die Zukunft von Petershausen nicht in einer urbanen Entwicklung“, bisher hat der Ort rund 6500 Einwohner: „Ich will nicht, dass Petershausen zu einer Pendlermetropole wird.“ 800 Neubürger würden in der Rosenstraße ihr neues Zuhause finden unter anderem in Sozialwohnungen, Mehrgenerationenhäusern – und bis zu viergeschossigen Häusern. Auch daran störte sich Weber und forderte „maximal dreigeschossige statt viergeschossige Gebäude“ zu planen.

Auch die Baudichte kritisierte er: „Hier ist deutlich nachverdichtet worden, das macht mir Sorgen.“ Die Geschossflächenzahl (GFZ) – also die Geschossfläche, die pro Quadratmeter Grundstück zulässig ist – betrage in der Petershauser Musikersiedlung nahe des Bahnhofs beispielsweise 0,83: „Hier planen wir das Eineinhalbfache“, sagte Weber. Denn in der Rosenstraße rechnet die Gemeinde mit einer GFZ von 1,1. Das heißt konkret: Wenn ein Grundstück in der Rosenstraße 500 Quadratmeter beträgt, dann wird diese Fläche mit 1,1 multipliziert. Auf 500 Quadratmetern dürfen also 550 Quadratmeter Geschossfläche entstehen. Insgesamt beträgt die Fläche des Neubaugebiets Rosenstraße rund 46 000 Quadratmeter.

Außerdem kritisierte CSU-Mann Weber die Entwässerungsplanungen im Neubaugebiet: Denn wenn es Starkregen gebe, fließe das Wasser von der höher gelegenen Rosenstraße in die benachbarte Marbacher Straße: „Und die Bewohnerkeller stehen dann unter Wasser, da muss nachgearbeitet werden“, sagte Weber.

Obendrein forderte er ein Lärmgutachten für die Anwohner der Marbacher Straße und ein Verkehrsgutachten: Denn der Vekehr in Petershausen werde künftig zunehmen – nicht nur wegen der Neubürger in der Rosenstraße. Auch am Gewerbering vergrößert sich Aldi, ein neuer Drogeriemarkt entsteht dort und das Gewerbegebiet Eheäcker werde auch erweitert.

2. Bürgermeister Wolfgang Stadler (SPD) sagte dazu: „Das sind eine Reihe von Einwendungen über die man reden kann.“ Aber ihm sei die Aussage zu pauschal, dass durch die Erweiterung von Aldi und des Gewerbegebiets Eheäcker mehr Verkehr nach Petershausen komme. Allerdings gab Stadler dem Vorschlag von Weber Recht und sprach sich für ein Verkehrsgutachten aus. Auch Bürgermeister Marcel Fath (FW) lenkte ein wenig ein: „Die Entwässerungssituation muss jetzt natürlich verbessert werden.“ Denn vor einigen Jahrzehnten hatten die Anwohner in der Marbacher Straße schon einmal Probleme mit überfluteten Kellern.

Über das endgültige Konzept für das Neubaugebiet Rosenstraße wird im kommenden Frühjahr abgestimmt. Vorerst hat sich der Gemeinderat in der vergangenen Sitzung dafür entschieden, ein Verkehrsgutachten in Auftrag zu geben.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Grüne wollen Landkreis erobern
Die Grünen planen mit einer Kandidatin in den Landratswahlkampf zu ziehen. Das verriet der neue Sprecher des Kreisverbands der Partei, Richard Seidl, nach seiner Wahl …
Grüne wollen Landkreis erobern
Pasenbacher feiern ihr 1200-jähriges Bestehen mit einem bunten Abend in der Festhalle
In rekordverdächtiger Zeit haben es die Burschen und Mädchen geschafft, die Räumlichkeiten vom Hallenfest Pasenbach in eine Festhalle für den bunten Abend umzubauen.
Pasenbacher feiern ihr 1200-jähriges Bestehen mit einem bunten Abend in der Festhalle
Das Dachauer Land verneigt sich vor Josef Westermayr
Ausnahmezustand herrschte in Röhrmoos während der zweieinhalbstündigen Trauerfeierlichkeiten für Sepp Westermayr. Über 500 Trauergäste gaben dem verstorbenen …
Das Dachauer Land verneigt sich vor Josef Westermayr
Überraschung am Flughafen - Frisch getrautes Ehepaar Hartmann ist nach der Landung gerührt 
Oberbürgermeister Florian Hartmann hat seine Lebensgefährtin Julia Märkl geheiratet – in Dachaus Partnerstadt Fondi - nach dem Heimflug gab es eine Überraschung.
Überraschung am Flughafen - Frisch getrautes Ehepaar Hartmann ist nach der Landung gerührt 

Kommentare