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Kleine Trachtler begeisterten das Publikum. 

Hoagartn an der Schule Erdweg

Ein Abend, der die Herzen aufgehen lässt

Erdweg - Schule ist mehr als Rechnen, Schreiben und Lesen. Sie kann zu einer Stätte der Begegnung werden. Wie am Donnerstag die Grund- und Mittelschule Erdweg beim Hoagartn. Und: Schule kann sogar besondere Gefühle wecken: Freude, Begeisterung und Liebe zur Heimat.

Rund 400 Schüler zählt die Schule Erdweg. Etwa 260 von ihnen beteiligten sich mit Programmpunkten am Hoagartn, den rund 600 Eltern, Großeltern, Geschwisterkinder und Ehrengäste, wie etwa Erdwegs Bürgermeister Georg Osterauer und Schulrätin Bettina Betz. Dafür wurden die Aula und die Geschosse mit Tischen und Bänken möbliert und gedeckt. Auf- und Abbau erledigten Schüler der achten Klassen. Auch der Elternbeirat unterstützte die Mitwirkenden nach Kräften.

Ein buntes Programm und eine bayrische Brotzeit vom sehr bemühten Cateringservice der Schule erwartete die zahlreichen Besucher. Die AG Musik, die Orff-Gruppen verschiedener Klassen, die Arbeitsgruppe Theater und zahlreiche Einstudierungen mit den engagierten Klassenlehrern außerhalb der Unterrichtszeiten boten ein breites Spektrum verschiedenster Darbietungen.

Die Gesamtleitung lag in den Händen von Michaela Düssler und Angelique Witschel. Auch sie zeigte sich, ebenso wie die Mamis, Papis, Großeltern und die kleinen Besucher begeistert vom Eifer und dem Können der großen und kleinen Schüler, die zum Großteil auch in Tracht gekleidet waren. „Alle haben grn mitgemacht. Auch die Migrantenkinder, die noch nicht perfekt deutsch sprechen, haben bayrisch gelernt. Aber sie haben schon immer gefragt, was das alles heißt“, so Angelique Witschel.

In munterer Folge wechselten sich Polkas, Gedichte Sketche und Musikstücke ab. Auffallend war, wie konzentriert und begeistert die Schüler ihre durchwegs humorvollen Programmpunkte vorführten. Und alle freuten sich sichtlich über den starken Applaus und winkten teilweise erleichtert ihren Angehörigen von der Bühne aus zu. Großen Beifall erhielt unter anderem der Text: „Also lautet ein Beschluss, der in hochdeutsch, schwäbisch oberpfälzisch und fränkisch vorgelesen wurde – eben in den Mundarten, die die jeweiligen Lehrer sprechen. „Offen für Neues und Bewahren von Bewährtem, das hat sich die Schule Erdweg als Teile ihrer Leitziele gesetzt“, hatte Rektor Hans Ulrich Hacker in einer kurzen Einführung betont. Das zeigte sich von Anfang bis Ende, als nach rund zwei Stunden Schüler der 8a und 8b schuhplattelten. Dies hatte Matthias Pöllner aus Eisenhofen ihnen beigebracht. Er selbst hat bereits 2005 die Schule Erdweg verlassen.

Am Ende durften sich Rektor Hacker, Lehrer und natürlich die Schüler über ein begeistertes Publikum freuen. „Mir ist richtig das Herz aufgegangen“, meinte etwa Schulrätin Bettina Betz.

Belohnung für all die Mühen: Am gestrigen Freitag war bereits vor 12 Uhr Schulschluss.

Sabine Schäfer

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