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"Fünf Elemente" lautet der Titel der aktuellen Ausstellung von Jörg Kausch im Museum Altomünster. 

Museumsverein Altomünster

Sonderausstellungen sind Magneten

Altomünster - Seit fast 27 Jahren besteht der Museumsverein Altomünster. Und ist rührig wie eh und je. Eine ganze Reihe von Ausstellungen beweist dies. Die Arbeit wäre jedoch ohne die Ehrenamtlichen kaum zu bewältigen. Das wurde auch in der Jahresversammlung betont.

Es ist nicht einfach, so ein kleines, aber feines Museum mit lauter ehrenamtlichen Kräften zu betreiben. Doch den Altomünsterern fehlt es auch nach über zwei Jahrzehnten nicht an Elan. Viele engagierte Bürger stehen hinter der Sache und packen fleißig mit an. Derzeit sind es gut 40 Männer und vorwiegend Frauen, die hier werktags oder sonntags Dienst tun und denen Vorsitzender Prof. Dr. Wilhelm Liebhart in der gut besuchten Jahresversammlung ganz besonders herzlich dankte.

Allerdings musste Liebhart bedauerlicher Weise feststellen, dass die Zahl der Besucher doch rückläufig ist, im Gegensatz zu den Anfangsjahren, wo man bis zu 5000 Gäste hatte. Ein großer Magnet sind aber immer wieder die Sonderausstellungen, denen man Raum und Zeit gibt. So war dies in jüngster Vergangenheit die Ausstellung über den Schützengau Altomünster und die Bilder vom Dachauer „Malweib“ Maria Langer-Schöller, die von der Familie Stöhr betreut wurde. Großen Anklang fand zudem die Geschichtswerkstatt zur Nachkriegszeit und da vor allem das „Erzählcafe“ mit vielen Beiträgen und Erinnerungen der Einheimischen, die das Ganze sehr lebendig werden ließen.

Sehr viel Beachtung fand auch die Weihnachtsausstellung von Bärbel Baumann, die aus dem Nachlass des Altomünsterer Fotografen Nikolaus Baumann eine ganze Reihe von Papiertheatern unter dem Titel „Traumwelten“ zeigte.

Doch nicht nur der Rückblick von Wilhelm Liebhart fiel gut aus, sondern auch die Vorschau auf die Aktivitäten in diesem Jahr. So ist gerade in den Räumlichkeiten des Hauses die ansprechende Ausstellung der „Fünf Elemente“ vom Arnbacher Bildhauer Jörg Kausch bis zum 24. April zu besichtigen, der zum Teil mit überlebensgroßen, aber auch sehr diffizilen kleinen Plastiken aus Holz, Metall und Papier eine große Bandbreite von Kunst vorstellt. Ab Juni sind dann unter dem Titel „Ghosts“ Acrylmalereien auf Leinwand und Objekte von Bernhard Springer aus München zu sehen.

Natürlich geht der Museumsverein Altomünster auch auf das Jubiläum des Reinheitsgebotes für Bier ein. Am 29. April wird der Vorsitzende über die Geschichte des Brauwesens in Altomünster referieren und im Juni gibt es einen Literaturabend in Zusammenarbeit mit der Vhs und Siegfried Sureck zum Thema „Rund ums Bier“.

Geplant ist zudem im Mai eine Exkursion zu den Sehenswürdigkeiten von Schrobenhausen und im Juni eine Fahrt zu den Wasserschlössern der Region in Unterwittelsbach, Haslangkreit und Sandizell.

Kurz angeschnitten wurde an diesem Abend die Auflösung des örtlichen Birgittenklosters. Die Anwesenden machten sich dabei Gedanken um die Folgen daraus. In diesem Zuge erinnerte Liebhart an die Neuerwerbung des schönen Birgittenbildes, das bis zur Säkularisation im Besitz des Klosters war und nun zufällig auf einer Auktion gefunden wurde. Das Bild konnte der Verein mit Unterstützung von edlen Spendern schließlich sogar erwerben.

Auch kleinere Informationen gab es. So zum Beispiel, dass man die Museumsgalerie künftig in ein kleines Bauernhausmuseum umtaufen will. Der Grund ist, dass im oberen Stockwerk eine Dauerausstellung über die Trachtensammlung aus der Region von Rosmarie Henkel installiert werden soll. Dazu wird auch eine Bauernstube mit Kachelofen eingerichtet.

Schließlich gab Schatzmeisterin Evi Neumaier noch einen detaillierten Kassenbericht ab, der sehr zufriedenstellend ausfiel. Am Ende diskutierten die Mitglieder grundsätzlich zum Thema „Fremdenverkehr im Ort. Wie viel wollen wir und wer sind die Nutznießer“. Denn darüber war man sich einig, dass die Gemeinde Altomünster mit der Errichtung der Wander- und Radwege schon gut in Vorleistung getreten ist. Außerdem wurde signalisiert, dass daran gedacht wird, wieder Museumsführer auszubilden.

Gisela Huber

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