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Beim Starkbierfest sammeltenj die Akteure Ideen für die Nutzung des Klosters Altomünster.

Starkbierfest der Pipinsrieder Musikanten

Was soll aus dem Kloster werden

Altomünster - Was soll aus dem Kloster Altomünster werden? Darüber machen sich nicht nur der Vatikan und die Altomünsterer Gedanken. Die Pipinsrieder Musikanten haben bei ihremBockbierfest sogar einen Ideen-Wettbewerb ausgelobt. 

Das Starkbierfest der Pipinsrieder Musikanten ist bekannt und beliebt. So beliebt, dass der Kapplersaal regelmäßig voll besetzt ist. Das liegt zum einen an der schmissigen Musik unter der Leitung des Dirigenten Simon Schlatterer, der es immer wieder schafft, neben bayrisch-böhmischer Blasmusik das Repertoire um moderne Musik zu erweitern. Zum anderen zieht das Singspiel à la Nockherberg Publikum in Scharen an.

Am Samstagabend warteten die Pipinsrieder Musikanten nicht nur mit Prominenz aus der Lokalpolitik auf, auch Landrat Stefan Löwl mit Gattin sowie die Bürgermeisterin von Lansing, Veronika Brunner, gespielt von Senta Auth, in der Serie „Dahoam is Dahoam“ amüsierten sich prächtig bei Starkbier, guten Brotzeiten und dem „Kloster-Ideeen-Wettbewerb – was wird aus Altos Kloster“ (Autoren: Simon Schlatterer sowie die Vorsitzenden Markus Knoll und Klaus Steinhardt; Bühnenbild: Jakob Tischner, Pipinsried).

Erste Gedanken zum Kloster machen sich Schwester Apollonia (grandios gespielt von Simon Schlatterer) und Bürgermeister Anton Kerle (Tom Kölbl) in einer Jury mit dem „Quoten-Sozi“, SPD-Mann Josef Haltmayer, allseits bekannt als John Lennon (Markus Knoll). Einig ist man sich dann in größerer Runde darin, dass auf jeden Fall der Spiritualität Rechnung getragen werden soll.

Die erste Idee würden Gemeinderat Georg Huber junior (Manuela Moser) und Schwester Apolllonia befürworten: ein Burnout-Zentrum. Denn Burnout sei eine Volkskrankheit. „Ja. Do hams sogar scho an Beamten erwischt“, meint zweiter Bürgermeister Josef „Fips“ Wiedmann (Martin Ott). Wie das funktioniert, erklärt Haltmayer dem Gemeindechef: „Gleiches löst sich in Gleichem. Das heißt, wenn du ausbrennt bist, dann geh ins Kloster, lass da von am Bischof a paar richtige brenna und scho bist geheilt.“

Wiedmann schwebt eine Begegnungsstätte vor. Darin sieht Kerle weniger eine Notwendigkeit. Es gebe ja bereits Begegnungsstätten. „Des Feuerwehrhaus in Wollomoos is ja a scho wieder freigegeben. Am Hupfauer mecht i deswegen trotzdem net begegnen“, so Kerle.

Der zweite Bürgermeister möchte indes Überregionalität, beispielsweise durch eine Tagungsstätte. Da kommt ihm Pep Guardiola (Klaus Steinhardt) gerade recht. Er würde am liebsten sofort bei Schwester Apollonia reservieren. „So schnell geht ds aber net. Wir sind doch erst am Anfang unserer Ideen“, fällt ihm die Priorin ins Wort. „Und ich am Ende meiner Ideen“, so der Pep, der Rückzugszellen für gestresste und tief gefallene Fußballstars und -funktionäre braucht: für Uli Hoeneß, Franz Beckenbauer, Sepp Blatter und Michel Platini. Die müssten Buße tun und sich erholen, und deswegen braucht der Pep Klosterzellen. „Einige der Herren haben ja bereits Erfahrung mit kleinen Räumen.“ Und der Klostergarten sei groß genug zum Fußballspielen.

Sogar Konrad Höß vom FCP hätte dort die Gelegenheit eines spirituellen Rückzugs, baut Pep eine Brücke zum Lokalsport. Anton Kerle gibt sich in dem Punkt skeptisch: „Der hört erst bei der nächsten Hauptversammlung auf. Und die hat es in zehn Jahren nicht gegeben.“

Apollonia sieht das alles nicht als zielführend an. Da meldet Mönch Christian Schmid „Brüder und Schwestern von außen“. „Von außen? Das sind sie doch alle?“, so Apollonia. Als Anton Kerle ihr erklärt, dass es sich um die fratres et sorores ab extra handelt, wird sie ganz hektisch: „Nichts da. Mit denen will ich nichts mehr zu tun haben. Die haben mir nicht geholfen, sondern eher geschadet. Allen voran dieser Josef Mederer. Also von dem bin ich sehr enttäuscht.“ Apollonia lässt diese Personen hinauswerfen.

Hinausbefördert wird auch Jörg Fehlner (Florian Lindmeyr) und zwar von Schwester Gabriele Konrad (Bettina Lindmeyr). „I hob eindeutige Weisung vom heiligen Stuhl, dass ich die unzuläsige Einmischung von Dritten unterbinden soll.“

Schließlich beleben Asylbewerber noch einmal den Ideenwettbewerb. Sie wollen das Kloster nutzen, ihre Kultur zu erklären und um sich zu integrieren: mit Jam-Sessions, Kochkursen und Arbeit im Kloster.

Am Ende scheint Apollonia die rettende Idee zu haben: „Ois zam oder was anders“. Und das wird umgesetzt im Lied „Wer soi ins Kloster jetzt nei?“ auf die Melodie „YMCA“. Und spätestens hier klatschten dann alle begeistert mit.

Sabine Schäfer

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