Schimpfte aufs Landratsamt: Johann Märkl (stehend), Chef des Wasserverbands. Foto: ink

Beim Wasserverband wird der Biber keine Freunde finden

Oberbachern - Zusammenarbeit mit Landratsamt kritisiert: Nager verursacht eine Menge Arbeit.

Seit knapp zwei Jahren ist der neue Vorstand des Wasserverbands Webelsbach mit Sitz in Oberbachern im Amt, und „in dieser Zeit ist einiges passiert“, erklärte der Vorsitzende Johann Märkl auf der Hauptversammlung im Wirtshaus Oberbachern.

Damit meinte Märkl die umfangreichen Arbeiten, um den 3,5 Kilometer langen Graben im Verbandsgebiet zu „putzen“ und 250 Tonnen Flusssteine zu verbauen. Beim Webelsbach handelt es sich um einen „Hauptabflussgraben“. Die Aufgabe des Verbands besteht darin, Gewässer und Ufer auszubauen, sie in ordnungsgemäßem Zustand zu halten, Grundstücke zu entwässern und vor Hochwasser zu schützen.

Märkl ist allerdings aufgebracht: Er mache die Arbeit ja gern, aber das „Dauerproblem“ bleibe der Biber, und die unbefriedigende Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Dachau als Rechtsaufsichtbehörde ärgere ihn.

Besichtigungstermine und Korrespondenz habe es genug gegeben, ohne zu einer Einigung zu kommen, denn „wenn wir das nicht lösen, werden wir nicht froh“. Auf Dauer werde die durch den Biber verursachte Arbeit nämlich zuviel. „Muss erst der Ernstfall eintreten?“ fragte er hinsichtlich auftretender Schäden und Gefahren.

Schriftführer Walter Eberl aus Lohfeld, der aus eigener Erfahrung weiß, „wie der Biber die ganze Böschung aufarbeitet“, und somit die Sisyphos-Arbeit der Verbandsmitglieder kennt. „Das Wasser staut sich. Unsere Gärten saufen langsam ab“, erklärte er. Es könne nicht Aufgabe des Verbandes ein, die Verantwortung für entstehende Schäden zu übernehmen.

Märkl dankte der Gemeinde Bergkirchen und der Stadt Dachau für die „unkomplizierte“ Unterstützung, besonders in finanzieller Hinsicht. In den vergangen zwei Jahren hat der Wasserverband Webelsbach, der mehr als 300 Mitglieder zählt, rund 13 000 Euro für die durchgeführten Arbeiten investiert. (ink)

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