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Neue Musiker sind immer willkommen: Die Bembegga Jungbläser gibt es seit fünf Jahren.

In fünf Jahren hat sich viel getan

Bläser-Nachwuchs aus Langenpettenbach feiert Jubiläum

  • Claudia Schuri
    VonClaudia Schuri
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Langenpettenbach - Die Bembegga Jungbläser haben ihr fünfjähriges Jubiläum gefeiert. Sie haben sich in dieser Zeit ganz schön weiter entwickelt.

Die Jungs und Mädels in der zweiten Reihe haben schon ganz rote Köpfe. Der „Deutsche Dreher aus der Holledau“ ist ziemlich anstrengend für die Trompeter von den Bembegga Jungbläsern. Als die letzten Töne verklungen sind, gibt Dirigentin Julia Karl einen Tipp: einfach ein bisschen leiser spielen. „Dann kommt man nicht so schnell außer Atem“, sagt sie. Und es hört sich auch besser an. Jeden Montag proben 29 jungen Musiker zwischen elf und 18 Jahren im Feuerwehrhaus Langenpettenbach.

Jetzt haben die Bembegga Jungbläser fünfjähriges Jubiläum: Am achten November 2010 haben sich zum ersten Mal 24 Kinder und Jugendliche getroffen, um miteinander Musik zu machen. Die Idee stammt von einigen Müttern: „So viele Kinder sind in der Kirche aufgetreten. Da war es schade, dass sie nicht weiter gefördert wurden“, sagt Elternvertreterin Claudia Schilcher.

Mit Julia Karl war schnell eine Dirigentin gefunden. „Ich fand es interessant, und ehe ich mich versehen habe, hab ich den Job gehabt“, sagt sie. Die 38-Jährige macht seit ihrem achten Lebensjahr Musik und spielt bei der „großen“ Blaskapelle, der Bembegga Musi, Querflöte.

Die ersten Stücke, die sie mit den Jungbläsern eingeübt hat, waren Weihnachtslieder: Schon einen Monat nach der Gründung der Jungbläser stand der erste Auftritt auf dem Christkindlmarkt auf dem Programm. Mittlerweile treten die Jungbläser mehrmals im Jahr auf. Sie spielen zum Beispiel beim Seniorentag auf dem Volksfest, beim Neujahrskonzert der Blaskapelle, auf Schulkonzerten und organisieren sogar selbst ein Sommerfest. Ihr Repertoire reicht von Kirchenliedern über Blasmusik bis hin zu Rock- und Filmmusik. Seit der Anfangszeit hat sich viel getan.

Fünf Musiker von damals halten den Jungbläsern bis heute die Treue. Dazu gehören die beiden Trompeter Dennis Schilcher, 16, und Thomas Baumann, 16. „Es ist immer a Gaudi“, sagt Dennis. Seit der dritten Klasse machen die zwei Jungs Musik, mittlerweile spielen sie auch bei der Bembegga Musi mit. Das Prosit geht längst auswendig. „Das muss man einfach können“, sagt Thomas. Am liebsten mögen die zwei bayerische Stücke wie den „Feuerwehrmarsch“ oder den Marsch „Mein Heimatland“.

Natalie Schilcher, 14, steht mehr auf amerikanische Songs. „Märsche und Polkas mag ich auch. Aber mein Lieblingsstück ist ,American Journey’“, erzählt sie. Ihr Instrument: „Ein Quietscherl“ – so nennen zumindest die Blechbläser die Klarinette. Frotzeleien gehören eben dazu. Seit kurzem darf Natalie auch bei der Blaskapelle mitproben. „Bei den Großen ist es schon cool, aber ich komme noch nicht immer ganz mit“, erzählt sie. Mit ein bisschen mehr Routine ist das sicher bald kein Problem mehr.

Dirigentin Julia Karl jedenfalls ist stolz auf ihre Musiker: „Es sind fast alle immer da, und sie unterstützen sich gegenseitig“, sagt sie. Das wird hoffentlich auch die nächsten fünf Jahre so bleiben. Für Nachwuchs ist gesorgt. Im September sind neue Kinder dazugekommen. Sie üben schon fleißig, um bald alle Stücke mitspielen zu können. Den „Dreher aus der Holledau“ beherrschen sie zwar noch nicht. Aber das St. Martinslied „Ich geh mit meiner Laterne“ hört sich schon sehr professionell an.

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