Kanadische Polizei: Wagen rast in Menschenmenge in Toronto

Kanadische Polizei: Wagen rast in Menschenmenge in Toronto
An der Grenze der Belastbarkeit: Silvan Vieweg (links) und Hans Wolf vor einem der neuen Container. foto: sue

Schlafplätze, Seminar- und Übungsräume

Polizei in Containern

104 Tieflader sind in den kommenden Wochen quer durch Dachau unterwegs. Und alle haben das gleiche Ziel: die Bereitschaftspolizei. Denn dort werden noch bis etwa Ende Januar zweigeschossige Container aufgestellt.

Dachau – Sechs Container sollen auf vier ausgesuchten Stellen innerhalb des geschichtsträchtigen Geländes errichtet werden. Denn die Bayerische Polizei braucht Nachschub. Unter anderem wegen der angespannten Sicherheitslage hat das bayerische Innenministerium beschlossen, bis 2020 insgesamt 2000 neue Stellen zu schaffen. Auch bei der Bepo in Dachau wird aufgestockt: Bisher arbeiten hier rund 1000 Menschen, ab Herbst 2018 sollen es 1300 sein.

190 Bettenplätze entstehen in den Containern für die zusätzlichen neuen Auszubildenden, darunter Schlafgelegenheiten für die Ausbilder. „Denn die kommen auch aus anderen Präsidien, um uns zu unterstützen und die Polizeischüler zweieinhalb Jahre lang zu begleiten“, erklärt Polizeioberkommissar Hans Wolf, der zusammen mit Hauptkommissar Silvan Vieweg und einem weiteren Kollegen die Arbeitsgruppe „Erhöhte Einstellungszahlen“ bildet. Zudem entstehen in den Containern Seminar- und Übungsräume. Nach der Ausbildung werden die Polizisten auf Bayern verteilt.

„Die Sicherung unseres Standortes ist uns wichtig, und wir freuen uns über jeden Auszubildenden, der kommt“, sagt Wolf. Allerdings wird es eng werden. „Das geht an die Grenze der Belastbarkeit. Vor allem die Küche und die Sportstätten sind nicht für diese Masse ausgelegt. Die Küche ist am Limit.“ Rund 300 Essen mehr könnten nicht einfach so bewältigt werden. Neubauten sind wegen des Denkmal- und Ensembleschutzes schwierig. „Die bekommen wir im Normalfall gar nicht.“ Deswegen kann die Küche nur umgebaut werden.

Bereits seit einem Jahr laufen die Vorbereitungen, nun geht es mit dem Containerbau ans Eingemachte. Die geplante Standzeit beträgt fünf Jahre. Platz für die zusätzlichen Gebäude hat die Bereitschaftspolizei eigentlich genug, das Problem ist vor allem der Denkmalschutz. Denn das Gelände am John-F.-Kennedy-Platz 1 war einst Teil des KZ Dachau. Es handelt sich um historische Gebäude, die baulich nicht verändert werden dürfen. Auch im Boden gibt des Denkmäler wie zum Beispiel Überreste ehemaliger Gebäude. Deswegen wurde an den vier Container-Standorten der Boden aufgeschüttet, um nichts zu zerstören. Außerdem war ein wichtiges Kriterium bei der Standortsuche innerhalb des Geländes der Naturschutz. „Wir haben hier viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten“, berichtet Hans Wolf. An der Stelle, auf der gerade der erste Container errichtet wird, befand sich vorher ein Biotop. „Das haben wir selbst angelegt, das muss 1990/91 gewesen sein“, erinnert sich der Polizeioberkommissar. Doch für das Biotop, das weichen musste, wurden auf dem Gelände zwei neue angelegt. „Wir schauen sehr auf den Naturschutz“, erklärt Wolf. Eine Eidechsenart, die sich hier wohl gefühlt hatte, wurde kurzerhand umgesiedelt.   

Wenn alles nach Plan läuft, sind die Unterkünfte zum Einstellungsbeginn am 1. März fertig. Doch dann wird es voraussichtlich schon bald weitergehen mit Bauarbeiten. Denn die Polizeiinspektion Dachau wird auf das Gelände der Bepo umziehen. Derzeit wird mit einem Spatenstich im Jahr 2019 gerechnet.

Conny Kirmaier

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