Wartehäuschen
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„Besonders gefährlich“: die Schulbushaltestelle in der Himmelreicher Straße mit einem nicht sehr einladenden Wartehäuschen mit vermoostem Boden, dahinter rechts die Einmündung Seestraße.

Hinweis auf unbefriedigende Verkehrssituation wird in Gemeindeverwaltung bearbeitet

30 km/h für Neuhimmelreich?

Neuhimmelreich – Die Verkehrssituation im gesamten Gemeindebereich von Bergkirchen gehört zu den am häufigsten vorgetragenen Anliegen, die von Bürgern im Rathaus eingingen: Eine Familie aus Neuhimmelreich beschreibt ausführlich die „unbefriedigende“ Verkehrssituation in der Himmelreichstraße wegen des fehlenden Gehwegs und „vieler zu schnell fahrender Verkehrsteilnehmer“.

Und sie hegt die zusätzliche Befürchtung, dass „in Zusammenhang mit dem Bau des neuen Handwerkerhofes mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen, sowohl während der Bauphase, als auch nach dem Bezug zu rechnen ist“.

Die Stellungnahme der Gemeinde lautet zu diesem Punkt: „Vermutlich werden sich im Handwerkerhof sechs bis acht mittelständige Firmen ansiedeln. Inwieweit von einer größeren Verkehrsbelastung ausgegangen werden muss, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ausgesagt werden. Grundsätzlich werden am Handwerkerhof keine Logistikfirmen angesiedelt, so dass sich der Verkehr in Grenzen halten sollte. Aufgrund des Planungsstands lassen sich derzeit noch keine konkreten Aussagen treffen.“

„Für besonders gefährlich“ hält die Familie den Bereich der Schulbushaltestelle an der Einmündung in die Seestraße. Die Familie räumt ein, dass in den vergangenen Jahren schon einiges getan wurde, um die Verkehrssituation zu entschärfen: „So wurden auf der Himmelreichstraße zwei 50 km/h-Schilder sowie zwei Hinweisschilder auf die Schulbushaltestelle aufgestellt. Ferner wurde ein Temposys-Gerät installiert. Hin und wieder finden Radarmessungen statt. Leider bringt das alles nicht wirklich den gewünschten Erfolg. Bei manchen Autofahrern hat man das Gefühl, sie treten erst recht auf das Gas, wenn sie das Geschwindigkeitsmessgerät sehen.“

Besonders angespannt sei die Situation, wenn Anfang Oktober der Mais geerntet wird und die Erntefahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit im Minutentakt die Straße befahren. Der Verkehrsschwerpunkt liege morgens zwischen 6 und 9 Uhr und abends zwischen 16 und 19 Uhr. Vor diesem Hintergrund und damit sich auf der Straße Schulkinder, Spaziergänger, Radfahrer und Reiter sicherer fühlen können, wird angeregt, „eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h auf der ganzen Straße einzuführen. Besonders wichtig wäre diese Maßnahme im Bereich der Schulbushaltestelle“.

Die Gemeinde verspricht, gemeinsam mit dem Verkehrsausschuss sowie der PI Dachau eine Ortsbesichtigung durchzuführen. Die Verwaltung werde zudem verstärkt die Überwachung des fließenden Verkehrs durchführen lassen.

Ingrid Koch

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