Großbrand in Oberau: Anwohner sollen Fenster und Türen schließen

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Der rote Punkt kennzeichnet die Sperrung der B471, die gestrichelten Linien zeigen die verschiedenen Umleitungen.

Sperrung der B 471

Kleine Baustelle, großes Chaos

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Es ist nur ein kleines Teilstück der B 471, das saniert wird. Doch die Auswirkungen sind groß. Wenn Bauarbeiter ab Freitag, 7. September, die Fahrbahn ab der A 8-Ausfahrt bis zur Anschlussstelle Dachau-West erneuern, müssen die Verkehrsteilnehmer kilometerlange Umleitungen in Kauf nehmen und die Bewohner der umliegenden Orte die Blechlawinen vor ihrer Haustür.

Landkreis – Die B 471 ist eine Hauptschlagader des Verkehrs im Raum Dachau. Dort, wo sie in die A 8 mündet, befindet sich einer der größten Unfallschwerpunkte. Ab Freitag, 7. September, bis Ende des Monats wird die Fahrbahn auf der B 471 auf einer Länge von rund 2,2 Kilometern ab der Anschlussstelle Dachau/Fürstenfeldbruck der A 8 bis zur B 471-Ausfahrt Dachau-West (Staatstraße 2339) erneuert, so das Staatliche Bauamt Freising in einer Pressemitteilung. Für die Bauarbeiten muss die Fahrbahn in mehreren Straßenabschnitten gesperrt werden.

Die Folgen für die Verkehrsteilnehmer sind absehbar: lange Umwege, Stress und Zeitverlust. Die Folgen für die Einwohner der umliegenden Ortschaften auch: Blechlawinen vor ihrer Haustür. In diesem Zusammenhang stellen sich zwei Fragen: Muss die Sanierung sein? Und warum beginnen die Arbeiten erst dann, wenn die Ferien fast vorbei sind und es wieder mehr Berufsverkehr gibt?

„Es hilft nichts, der Asphalt ist in einem schlechten Zustand. Es gibt Spurrillen und Risse“, beantwortet Bergkirchens Verwaltungsleiter Siegfried Ketterl die erste Frage. Gebaggert und asphaltiert wird deshalb erst ab 7. September, „weil es eine Vorgabe des Bundesverkehrsministeriums gibt, die besagt, dass während der Hauptreisezeit alle wichtigen Straßen von Baustellen freizuhalten sind“, so Sylvia Pfister, beim Staatlichen Bauamt zuständig für
den Landkreis Dachau, zu Frage zwei. Da der Großraum München hoch belastet sei, gibt Pfister zu bedenken, sei es schwierig, einen Zeitraum zu finden, der passt. „Es wird immer Behinderungen geben. Wir hoffen daher auf Verständnis.“

Welche weitreichenden Auswirkungen die Bauarbeiten haben, zeigt sich bereits bei Bauphase eins. Sie beginnt voraussichtlich am Freitag, 7. September, ab 20 Uhr und dauert bis Montag, 10. September, um 5 Uhr. Hierzu wird unter Vollsperrung der B 471 der Abschnitt östlich der A 8-Anschlussstelle Dachau/Fürstenfeldbruck bis zur Anschlussstelle Gewerbegebiet Gada auf einer Länge von 600 Metern erneuert. Während dieser Zeit kann das Gewerbegebiet über die B 471 lediglich aus Richtung Dachau angefahren sowie in Richtung Dachau abgefahren werden. Eine direkte Zufahrt von der A 8 in das Gewerbegebiet beziehungsweise die Abfahrt vom Gewerbegebiet in Richtung A 8 ist in dieser Zeit nicht möglich. Die Zufahrt zum Gewerbegebiet Gada über die A 8 kommend erfolgt über die Anschlussstelle Sulzemoos sowie die Kreisstraße DAH 5 über Einsbach, Lauterbach und Eisolzried.

So weit, so kompliziert. Noch nervenverschlingender sind der Umleitungs-Vorschläge des Staatlichen Bauamts für die A 8-Benutzer. Kommen sie aus München, sollen sie über die Anschlussstelle Sulzemoos durch Sulzemoos, Oberroth und Schwabhausen in Richtung Dachau fahren. Kommen sie aus Richtung Stuttgart, sollen sie über die Anschlussstelle Eschenried und die A 99 bis zur Ausfahrt München-Ludwigsfeld und weiter über die B 304 durch Karlsfeld zurück auf die B 471 fahren.

In Bauphase zwei von voraussichtlich Montag, 10. September, bis Sonntag, 16. September, wird unter Vollsperrung die B 471 von der Anschlussstelle Gewerbegebiet bis zur Anschlussstelle Dachau-West saniert. In Bauphase drei von voraussichtlich Montag, 17. September, bis Sonntag, 30. September, werden unter halbseitiger Sperrung der B 471 die Schutzplanken und die Markierung hergestellt und die B 471 in Fahrtrichtung Dachau wieder für den Verkehr freigegeben. „Sämtliche Fahrbeziehungen von Dachau in Richtung A 8 beziehungweise Fürstenfeldbruck werden weiterhin wie in den vorherigen Bauphasen umgeleitet“, so das Bauamt.

Arbeiten hin, Behinderungen her, in der hauptsächlich betroffenen Gemeinde Bergkirchen geben sich die Verantwortlichen gelassen. „Ist einmal alles fertig“, so Verwaltungschef Ketterl, „haben wir für die nächsten 20 Jahre Ruhe.“

Nähere Einzelheiten

über die Baumaßnahmen gibt es auf der Homepage der Gemeinde Bergkirchen unter www.bergkirchen.de.

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