Beschluss des Bergkirchner Gemeinderats

Eulenhort bekommt längere Kernzeit

In der jüngsten Gemeinderatssitzung ist der Neuerlass für die Kindertageseinrichtungen beschlossen worden, der Gebührenerhöhungen für das neue Kindergartenjahr ab 1. September 2019 vorsieht. Beschlossen wurde mit einer Gegenstimme auch eine neue Satzung für den Eulenhort.

Aus diesem Anlass waren Iris Hille-Lüke, die als Gesamtleiterin nun auch für den Hort zuständig ist, die neue kommissarische Leiterin Christine Doll und ihr Stellvertreter Florian Mayrhörmann in der Sitzung anwesend, um die neuen Rahmenbedingen vorzustellen, die nach zwölf Jahren Hortbetrieb erforderlich seien.

Die Gemeinderäte konnten sich in einem Film über Aktivitäten und Tagesablauf ein Bild machen. „Wir wollen die Qualität im Eulenhort verbessern und uns von der Mittagsbetreuung absetzen“, so Doll. Der Elternbeirat stehe dahinter, sagte sie auf Nachfrage. Elf pädagogische Mitarbeiter würden derzeit 100 Kinder betreuen, von denen 50 Buben und Mädchen mit dem Bus nach Hause fahren, und das zu vier verschiedenen Abfahrzeiten ab 15.20 Uhr. Dies sei daher ein Grund, weshalb die Kernzeit von 15 Uhr auf 15.30 Uhr erhöht und so „die Hausaufgabenzeit und die Abholsituation entzerrt“ werden sollten. Aktuell bliebe kaum Zeit für pädagogische Angebote, weil erst um 15 Uhr die letzten Kinder aus der Hausaufgabenbetreuung zurückkämen.

Pädagogische Nachmittage bis 17 Uhr sollten mindestens einmal pro Woche stattfinden, zum Bespiel in Form von Kooperationen mit Vereinen oder durch Ausflüge an „Naturtagen“. Denn: „Erziehung heißt auch Beziehung!“

Wünschenswert wäre laut den Eulenhort-Verantwortlichen eine Betreuungszeit an vier bis fünf Tagen pro Woche, um die Bedürfnisse der Kinder besser wahrzunehmen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. „Eine Mindestbuchung für vier Tage wollen wir erreichen“, so Doll. Aus Gesprächen mit Eltern habe sich ergeben, dass diese oft die Buchungszeiten nicht voll in Anspruch nähmen, wegen „des schlechten Gewissens“, ihr Kind „fremdbetreuen“ zu lassen.

Ab September wird die Ferienbetreuung für externe Kinder abgeschafft. Nach einer Bedarfsumfrage könnte sich eine anderweitige Lösung anbieten. „Für Hortkinder bleibt die Ferienbetreuung aber bestehen“, so Iris Hille-Lüke. Damit der Hort förderfähig bleibe, seien regelmäßige Besuchszeiten und Wirtschaftlichkeit die Voraussetzung. „Wir versuchen, kostengünstig zu arbeiten“, versicherte Christine Doll. Ingrid Koch

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