Fronleichnamsfeier im Jahr 1984: Der Altar der Familie Brunner am Broslhof.
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Fronleichnamsfeier im Jahr 1984: Der Altar der Familie Brunner am Broslhof.

Wegen Corona

Keine Fronleichnamsprozession dieses Jahr - was bleibt, ist die Erinnerung

Eine Fronleichnamsprozession in Bergkirchen kann wegen Corona nicht stattfinden. Heimatforscher Hubert Eberl hat deshalb auf einige Prozessionen zurückgeblickt. 

  • Heuer kann die Fronleichnamsprozession in Bergkirchen wegen Corona nicht stattfinden.
  • Heimatforscher Hubert Eberl hat deshalb auf einige Prozessionen der letzten Jahre zurückgeblickt. 
  • Eine ist ihm dabei besonders im Gedächtnis geblieben. 

Bergkirchen – Eine Fronleichnamsprozession findet heuer im Pfarrverband Bergkirchen-Schwabhausen, bedingt durch die Corona-Einschränkungen, nicht statt. Zurückblickend weiß Heimatforscher Hubert Eberl aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung: „Das Fest ist halt immer abhängig vom schönen Wetter. Dann gibt es in der Regel einen schönen feierlichen Umzug.“ Die Teilnehmerzahl, insbesondere von jungen Leuten und auch Kindern, sei in den 80er und 90er Jahren allerdings bedeutend höher gewesen.

In seinen Alben hat er Bilder aus dem Jahre 1984 von zwei Stationen in Bergkirchen gefunden: Einmal ist es der Altar am Broslhof der Familie Brummer und zum anderen der Blick auf die Feier am „Alten Bruckerhof“ mit den Fahnenabordnungen der Vereine und den Repräsentanten der politischen Gemeinde wie Bürgermeister und Gemeinderäte. Dieses Bild hat insofern Seltenheitswert, weil es den Bruckerhof in dieser Form nicht mehr gibt. Auf einem Teil des Areals hat die Gemeinde Bergkirchen vor Jahren das Bruggerhaus errichtet.

Blick auf den Alten Bruckerhof mit den Fahnenabordnungen der Vereine und den Repräsentanten der politischen Gemeinde im Jahr 1984.

Heimatforscher Hubert Eberl ist ein Fronleichnamsfest besonders im Kopf geblieben

Ein Fronleichnamsfest ist Hubert Eberl besonders in Erinnerung geblieben: „Vor circa zehn Jahren war am Vorabend von Fronleichnam schon schlechtes Wetter angesagt. Der Umzug wurde daher schon am Vorabend abgesagt, damit unter anderem die Familien, die die Altäre richten, keinen unnötigen Aufwand hätten. Damals hatten wir einen ,Vertretungsgeistlichen‘ aus München, der mir unbekannt war. Der bestand aber trotz dunkler Wolken, die sich auftürmten, auf einem Umzug. Mesnerin Marille Reiser und ich konnten ihn nur mit Mühe davon abbringen. Der Kompromiss war ein Altar auf dem Kirchenvorplatz, den einige Helferinnen kurzfristig noch herrichten konnten. Während des Gottesdienstes hat es dann auch angefangen, leicht zu regnen. Als dann alle zum provisorischen Altar auf den Vorplatz feierlich auszogen, hat es aber tatsächlich aufgehört zu regnen. Das hat dieser Geistliche die ,kleingläubigen‘ Bergkirchner auch spüren lassen. Später habe ich seinen Namen erfahren: Es war Pfarrer Rainer Schießler aus München“. Bekanntlich ist der unkonventionelle Seelsorger inzwischen einer der bekanntesten Kirchenmänner in Bayern.

Ingrid Koch

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