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Rettung des verzweifelten Therapeuten (von links): Christina Schäfer, Patrick Brenner und An sgar Wilk.  

Komödie „Die Wunderübung“

Hoftheater begeistert die Zuschauer mit seinem neuem Stück

Mit Boxhandschuhen steigen Joana und Valentin in den Ring, um herauszufinden, ob ihre Ehe noch zu retten ist. So spektakulär beginnt die Komödie „Die Wunderübung“.

Bergkirchen –   Die Komödie des österreichischen Bestsellerautors Daniel Glattauer, löste  bei der Premiere im Hoftheater Bergkirchen beim Publikum vor ausverkauftem Haus Begeisterungsstürme aus.   

In der spannenden, witzigen Inszenierung des Gastregisseurs Volkmar Kamm, der in der vergangenen Spielzeit Paul Barz’ „Mögliche Begegnung“ in Szene setzte, spielen Christina Schäfer und Ansgar Wilk mit vollem körperlichen Einsatz ein Ehepaar, das sich nach 17 Jahren nur noch auf die Nerven geht und deshalb einen Therapeuten (Patrick Brenner) zu Rate zieht. Mit Hilfe von Übungen und Rollentausch versucht der allmählich genervte Eheberater, in der aufgeheizten Stimmung herauszufinden, ob sich überhaupt noch eine Lösung anbahnt.

In pointierten Dialogen und mit Wortwitz werfen sich die Akteure gegenseitig die Bälle zu. Und noch ein Gag: Verena Konietschke heftet als athletisches Girl im Tanzschritt die Schilder der jeweiligen Übung an die Wand. Als die Lage schon aussichtslos zu sein scheint, weil sich keine Annäherung erkennen lässt, offenbaren sich die eigenen Eheprobleme des Therapeuten. Per E-Mail lässt ihn seine Annika das Aus ihrer Beziehung wissen, weil die Harmonie in der Ehe für sie unerträglich sei.

Ist „die Reibung“, die Joana und Valentin seit Jahren praktizieren, doch das bessere Rezept? Das Blatt wendet sich, die beiden Streithälse stürzen sich wie besessen auf den völlig aus der Fassung geratenen Berater, um ihn ihrerseits zu therapieren. Die Schauspieler laufen zur Höchstform auf. Patrick Brenner betrinkt sich, strauchelt und fällt geradezu in die Arme des ratlosen Ehepaares.

Doch die turbulente Wunderübung scheint wirklich ein Wunder bewirkt zu haben. Joanna und Valentin liegen sich in den Armen, der Therapeut kämpft seinen eigenen Kampf weiter.

Für die Ausstattung sorgt Ulrike Beckers, ein Boxring und drei Hocker reichen den herausragenden Darstellern, um „den polemischen Kleinkrieg“, so der Autor, in der Rollenverteilung von Mann und Frau komödiantisch wirkungsvoll mit möglichem Wiedererkennungseffekt auf die Bühne zu bringen.

Die nächsten beiden Vorstellungen sind ausverkauft. Ab Ende November gibt es wieder Karten. Bestellungen unter 0 81 31/32 64 00 oder mail@ hoftheater-bergkirchen.de.

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