„Immer für unsere Familien da“: Iris Hille-Lüke.
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„Immer für unsere Familien da“ : Iris Hille-Lüke. 

Iris Hille-Lüke

Rückblick und Vorschau über große Herausforderungen in der Kinderbetreuung

Die Gesamtleiterin der Kinderbetreuungseinrichtungen in Bergkirchen, Iris Hille-Lüke, hat über die großen Herausforderungen in der Kinderbetreuung gesprochen. 

  • Iris Hille-Lüke ist die Gesamtleiterin der Kinderbetreuungseinrichtungen in Bergkirchen.
  • Sie hat über die großen Herausforderungen in der Kinderbetreuung gesprochen.
  • Und dabei eine Vorschau auf die zukünftigen Herausforderungen gegeben. 

Bergkirchen – Rückblick und Vorschau über große Herausforderungen in der Kinderbetreuung: Iris Hille-Lüke ist als Gesamtleitung in Bergkirchen zuständig für die gemeindlichen Kinderbetreuungseinrichtungen. Das sind das Bergkirchner Regenbogen-Kinderhaus, das Gündinger Kinderhaus an der Maisach und der Eulenhort, der Grundschulkinder betreut. Sie berichtet darüber, wie es ihr mit ihrem Team in ständigem Kontakt mit den Eltern gemeinsam gelungen ist, die großen Schwierigkeiten aufgrund der Corona-bedingten Auflagen in den Kitas zu meistern, denn bisher sei in der Öffentlichkeit mehr von den Schließungen die Rede gewesen.

Das seit dem 16. März bestehende Betreuungsverbot, das aktuell bis zum 30. Juni verlängert wurde, habe „für alle eine unglaubliche Herausforderung bedeutet“. „Unsere Einrichtungen haben jedoch sofort reagiert und noch in der gleichen Woche eine Notbetreuung für die Kinder der Eltern aus den sogenannten systemrelevanten Berufen angeboten, ungeachtet der hohen Gefährdung der Mitarbeitenden, die sich ohne Schutzkleidung den Kindern von Eltern aus den medizinischen und pflegerischen Berufen angenommen haben“, sagt sie. „Aus diesem Grund haben wir Mitarbeiterinnen aus den Risikogruppen besonders geschützt und nicht am Kind eingesetzt.“

„Die Eltern der Notbetreuung waren sehr dankbar“

Dabei seien in den ersten zwei Wochen die Einrichtungen an manchen Tagen auch nur für ein oder zwei Kinder geöffnet gewesen.

Mit Blick auf die Eltern sagt sie: „Die Eltern der Notbetreuung waren sehr dankbar und konnten ihre wichtigen Aufgaben für unsere Gesellschaft so auch weiterhin übernehmen. Ich will damit sagen: Wir waren im Rahmen unserer Möglichkeiten in der gesamten Corona-Zeit immer für unsere Familien da!“

Weil die Notbetreuung sukzessive hochgefahren worden sei, füllten sich die Einrichtungen Woche für Woche wieder. Doch es stellte sich die Frage: Wer hatte wirklich Zugang zur Notbetreuung? Für Eltern seien die Aussagen des Sozialministeriums nicht immer eindeutig gewesen, „und die Einrichtungen übernahmen und übernehmen noch immer diese Kommunikation“.

Erstellung des Hygieneplans war aufwendig

Besonders aufwendig war die Erstellung der Hygienepläne, auf jedes Haus und seine individuelle Situation abgestimmt. „Der letzte Rahmenhygieneplan vom 29. Mai des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelrecht regelt genau, wie der Alltag in den Einrichtungen auszusehen hat. Wir waren gefordert, diese Vorgaben mit unseren personellen und räumlichen Möglichkeiten umzusetzen.“

Dazu müsse man wissen, dass mit der Ausweitung der Notbetreuung im Kinderhaus Regenbogen ab dem 15. Juni 105 Kinder, im Kinderhaus an der Maisach 60 und im Eulenhort 53 Kinder berechtigt sind, von der Notbetreuung Gebrauch zu machen. Das bedeute annähernd Normalbetrieb. „Damit werden viele Vorgaben, z.B. zum Schlafen, Essen, Hausaufgaben, Bringen und Holen, Garten sowie die Organisation der Früh- und Spätdienste zur echten Herausforderung!“ Doch Hille-Lüke ist sehr zuversichtlich, die Häuser gut aufgestellt zu haben, und freut sich mit ihrem Team „nach Pfingsten den größten Teil unserer Kinder und Familien wieder sehen zu können“.

Richtig „normal“ wird es aber sicher erst ab dem 1. Juli, wenn dann wirklich alle Kinder wieder da sind.

Ingrid Koch

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