+
Das Publikum bei der Podiumsdiskussion in der Schulaula in Bergkirchen. 

Konzept in Bergkirchen

Ein flächendeckendes Angebot für Senioren

Mit einer abwechlungsreichen Veranstaltung hat sich die Gemeinde Bergkirchen an ihre älteren Mitbürger gewandt. Die Seniorenpolitik wird schon länger forciert.

Bergkirchen – Die Gemeinde Bergkirchen hat keine Kosten und Mühen gescheut, um mit einem bunten Programm in der Aula der Grund- und Mittelschule das seniorenpolitische Konzept mit Leben zu erfüllen. Weil das Wetter mitspielte, konnten einige Aktionen im Freien stattfinden. Dort hatte die Kreisverkehrswacht Dachau einen Pedelec-Parcours aufgebaut.

Vertreten waren ferner VdK, Malteser Hilfsdienst, Alzheimer-Gesellschaft, Feuerwehr Kreuzholzhausen, Nachbarschaftshilfe, Caritas, Dachau Agil und Franziskuswerk Schönbrunn. Der Informations- und Aktionstag stand unter dem Motto „Mobil bleiben, aber sicher“ und richtete den Fokus auf verschiedene Aspekte der Verkehrstauglichkeit und Unterstützungsmöglichkeiten.

An Informationsständen waren Hilfsmittel bei eingeschränkter Mobilität, Prospekte zur Wohnberatung und zur Inanspruchnahme sozialer Dienste ausgelegt, darunter auch Unterlagen der Nachbarschaftshilfe Bergkirchen, die vor vielen Jahren als erste Anlaufstation für hilfesuchende Bürger in der Gemeinde ins Leben gerufen wurde.

Inzwischen ist dieses Angebot nur ein Standbein. „Derzeit besteht die Nachbarschaftshilfe Bergkirchen aus 14 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die meisten Anfragen sind wegen Fahr- und Besuchsdiensten. Wir leisten pro Jahr etwa 1100 Kilometer Fahrdienste und 350 Stunden Besuchsdienste für unsere Bürger“, sagt die Initiatorin, Bergkirchens zweite Bürgermeisterin Edith Daschner, die bei der Podiumsdiskussion mit auf der Bühne saß. Die Betreuung von Kindern sei allerdings weniger geworden, nachdem die Gemeinde in den vergangenen Jahren die Kinderbetreuungsplätze ausgebaut habe.

In der Podiumsdiskussion mit Vertretern der diversen Hilfsdienste hatten die Gäste Gelegenheit, Fragen zu stellen. Bestens vertraut mit der Thematik ist Ute Hönle vom Sozialbüro, die als Netzwerkerin die Verbindungen aufgebaut hat und moderierte.

Aufmerksamer Zuhörer war Bezirkstagspräsident Josef Mederer, der ebenfalls Handlungsbedarf sieht, etwa wenn es darum geht, „bessere Rahmenbedingungen für pflegende Angehörige zu schaffen“. Bürgermeister Simon Landmann nahm Stellung zu der unzulänglichen Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Bergkirchen-Mobil alleine reicht eben nicht, ein Bürgerbus ist im Gespräch.

Landmann verwies auf die speziellen Probleme einer großen Flächengemeinde und das zunehmende Verkehrsaufkommen. Als Beispiel führte er an, „dass jede Familie auf dem Land zwei Autos hat, um die Kinder zu befördern“. Er versicherte, ohne konkret zu werden: „Es ist einiges am Laufen.“ ink

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Birgit und Roland Hutterer kämpften jahrelang für eine Ampel an gefährlicher Straße - jetzt sind sie kurz vor dem Ziel
Vor sechs Jahren ist die Tochter von Birgit und Roland Hutterer beinahe von einem Lieferwagen erfasst worden. Seitdem kämpfen die beiden Einsbacher für eine Ampel in …
Birgit und Roland Hutterer kämpften jahrelang für eine Ampel an gefährlicher Straße - jetzt sind sie kurz vor dem Ziel
In Odelzhausen gibt’s jetzt eine „Onleihe“
Leser der Bücherei Odelzhausen können sich freuen: Pünktlich zum Welttag des Buches am Dienstag, 23. April, startet dort die sogenannte „Onleihe“. Dann haben die Nutzer …
In Odelzhausen gibt’s jetzt eine „Onleihe“
Radweg von Hilgertshausen nach Kleinschwabhausen nimmt Gestalt an
Vor allem für Schüler aus Hilgertshausen, die weiterführende Schulen in Indersdorf besuchen, wäre ein durchgehender Radweg entlang der Staatsstraße 2050 Gold wert. Jetzt …
Radweg von Hilgertshausen nach Kleinschwabhausen nimmt Gestalt an
OB zum MD-Gelände: „Es gibt immer ein Zurück“
Es ist für Dachau ein Jahrhundertprojekt: die Entwicklung des 17 Hektar großen MD-Geländes inmitten der Stadt. Im Interview verrät OB Florian Hartmann unter anderem, wie …
OB zum MD-Gelände: „Es gibt immer ein Zurück“

Kommentare