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Plant voraus: Bürgermeister Simon Landmann. 

Bürgermeister Simon Landmann im Gespräch

Bergkirchen nimmt sich viel vor

Bergkirchen - Das neue Jahr ist noch jung. Doch in der Politik muss bekanntlich weit voraus geplant werden. Das hat auch Bergkirchens Bürgermeister Simon Landmann getan und stellt im Gespräch mit unserer Zeitung die Ziele der Gemeinde vor.

Für das Jahr 2017 und darüber hinaus hat sich die Gemeinde Bergkirchen einiges vorgenommen. Es wird kräftig gebaut und dementsprechend investiert.

„Ganz ohne Darlehen wird es nicht gehen“, sagt Bürgermeister Simon Landmann in Anbetracht der konkreten Bauvorhaben in Höhe von mehr als sechs Millionen Euro. Im April soll es losgehen mit dem Neubau der Mensa an der Schule. Das ist ein aufwändiges Vorhaben, für das 2,6 Millionen Euro angesetzt sind, so Landmann. 250 000 Euro fallen allein für einen Projektanten an, der die europaweiten Ausschreibungen vornimmt. Der Einzug ist für 2018 vorgesehen.

Im März soll bereits der Anbau am Gada-Kinderhaus, das von „Denk Mit“ betrieben wird, fertiggestellt sein, um dort eine weitere Krippengruppe und eine neue Kindergartengruppe unterzubringen. „Den Vorrang haben Bergkirchner Kinder“, so Landmann. Schwerpunkt wird weiterhin die Kinderbetreuung bleiben. Rund 225 Kindergartenplätze sind in den beiden gemeindlichen Einrichtungen, im katholischen Kinderhaus Pusteblume und in Gada, vorhanden. Hinzu kommen 96 Krippen- und zwölf Integrationsplätze. In der Gündinger Wichtelburg wird Integration durch Inklusion erweitert. Damit verbunden ist die Ausbildung des Personals.

Auch in der Grund- und Mittelschule soll die Inklusion verstärkt umgesetzt werden. Der Eulenhort, der Grundschulkinder betreut, platzt aus allen Nähten. Derzeit sind 105 Plätze vorhanden. Laut Umfrage der Gemeinde bei den Eltern steigt der Bedarf weiter.

Für die Senioren ist nach Aussage von Landmann „ein ganzes Paket“ in Zusammenarbeit mit Ute Hönle vom Sozialbüro geplant.

Inklusion und Mobilität sind zwei Aspekte. Neu ist die Aussage, dass es noch in diesem Jahr einen behindertengerechten Zugang zum Rathaus geben wird. Konkret bedeutet das, dass ein Fahrstuhl im Gebäude das Erreichen des Sitzungssaales im Dachgeschoss ermöglicht. Ebenerdig wird ein Bürgerbüro entstehen. Die Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit dem VdK-Sozialverband.

Bis zum Ende der Amtsperiode von Simon Landmann und dem jetzigen Gemeinderat im Jahre 2020 werden weitere Ziele verfolgt: Mit dem Neubau eines Jugendzentrums wird 2018 begonnen. Der Kanalanschluss in Neuhimmelreich mit 1,8 Millionen Euro ist ausgemacht. Damit wären alle Gemeindeteile zu 100 Prozent ans Abwassernetz angeschlossen. Den Ausbau der Familien-Radwege will die Gemeinde weiter vorantreiben und bezahlbaren Wohnraum schaffen. Statt der Grundstücke im Einheimischen-Modell werden Eigentumswohnungen favorisiert. „Mietwohnungen sind angedacht.“

Zu einem möglichen Wunschnachfolger möchte sich Landmann noch nicht äußern. „Schauen wir, wer sich bewirbt“, sagt er im Gespräch.

Ingrid Koch

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