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Sebastian Winkler (r.) bei seiner Verabschiedung  mit Diakon Hans Steiner.

Kirchenmusiker Sebastian Winkler und Diakon Robert Scheingraber gehen

Pfarrverband nimmt doppelt Abschied

Einen doppelten Abschied hat es im Pfarrverband Bergkirchen gegeben - vom langjährigen Kirchenmusiker Sebastian Winkler sowie Diakon Robert Scheingraber.

Bergkirchen – Zum ersten Mal ist der traditionelle Gottesdienst am Bergkirchner Badesee zur Verabschiedung in die Sommerpause regelrecht ins Wasser gefallen. Die Feierstunde wurde daher in die Pfarrkirche St. Johann Baptist verlegt. Der Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Albert Hack, Diakon Hans Steiner und Diakon-Anwärter Robert Scheingraber, war ausgesprochen gut besucht, denn es galt Abschied zu nehmen von dem langjährigen Kirchenmusiker Sebastian Winkler sowie Robert Scheingraber, der sich im Pfarrverband vier Jahre lang auf seinen neuen Lebensabschnitt vorbereitet hat, denn er wird am 28. September in München von Kardinal Marx zum Diakon geweiht.

Pfarrer Hack stellte in seiner Predigt nach einem kleinen Ausflug in die Chemie die Verbindung zwischen den in die Luft geblasenen und zerplatzenden Seifenblasen und dem Leben der Menschen her – speziell im Hinblick auf das Ende einer lieb gewonnenen Gemeinschaft im Pfarrverband Bergkirchen-Schwabhausen.

Mit sehr persönlichen Worten verabschiedete er Sebastian Winkler, den er vor neun Jahren nach Bergkirchen „gelockt“ hatte. „Fachlich top, hilfsbereit, mit Gefühl für die Menschen und die Musik“ habe dieser „die Menschen zum Klingen gebracht“. Ob als Organist, Gründer und Entwickler des Kinder- und Jugendchors, Chorleiter in Lauterbach oder als Initiator von eine „Handvoll Musik“ habe er viel bewegt.

Winkler ist inzwischen beim Stadtjugendamt München tätig, will dem Pfarrverband aber verbunden bleiben und gerne mal wieder als Organist aushelfen. Mit herzlichem, lang anhaltendem Beifall bedankte sich die Pfarrgemeinde bei dem vielseitigen und beliebten Kirchenmusiker.

Robert Scheingraber (l.) wird von  Pfarrer Albert Hack verabschiedet.

Auch zu Robert Scheingraber, der in Unterbachern zu Hause ist, wird, wenn er nach der Weihe zum Diakon nicht mehr in Bergkirchen tätig ist, der Kontakt bestehen bleiben. Kennen gelernt hatte Hack Scheingraber als musikalischen Leiter bei einer Aufführung auf der Bergkirchner Rathauswiese. Nun zollte er ihm seinen Respekt für den mutigen Schritt zum Seelsorger als neue Lebensaufgabe.

„Auf Augenhöhe mit den Menschen“ habe Scheingraber Wortgottesdienste gehalten, auch mal die Orgel gespielt und sei eingesprungen, wenn immer er gerufen wurde, so Hack. Auch Robert Scheingraber wurde herzlich verabschiedet.

Ein besonderer Hörgenuss war die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes, instrumental gestaltet vom Quartett eine „Handvoll Musik“ und mit erfrischenden gesanglichen Beiträgen des Jugendchors unter der Leitung von Sebastian Winkler – sozusagen als dessen Abschiedsgeschenk.

Ingrid Koch

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