+
Will gern verlängern: Rektor Roland Grüttner. 

Interview: Der Rektor der Grund- und Mittelschule Bergkirchen über sein erstes Jahr

Roland Grüttner möchte gerne bleiben

Der Rektor der Grund- und Mittelschule Bergkirchen Roland Grüttner berichtet im Interview über sein erstes Jahr.

Bergkirchen – Die Amtszeit von Roland Grüttner, Rektor an der Grund- und Mittelschule Bergkirchen, ist bei der Einstellung vor einem Jahr auf die Dauer von zwei Jahren befristet worden. Nun hängt es von der Regierung von Oberbayern ab, ob Grüttners Antrag auf Dienstpflichtverlängerung genehmigt wird.

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten organisatorischer Art, zusätzlichen Aufgaben und „Unruhe wegen Teilsanierung der Turnhalle“, so Grüttner, fühle er sich nun sehr wohl an der Schule und würde gerne verlängern, weil er „das Kollegium und sämtliche Mitarbeiter ebenso wie die Unterstützung der Gemeinde und die Zusammenarbeit mit Hort, Offener Ganztagsschule und Mittagsbetreuung äußerst kompetent und konstruktiv“ erlebt habe.

Über die Nachfolge von Konrektorin Andrea Wiesner (wir haben berichtet) ist seines Wissens noch nicht entschieden worden. „Aber ich habe einer unserer Kolleginnen sehr ans Herz gelegt, dass sie sich auf diese Stelle bewirbt. Mit ihr kann ich mir eine Zusammenarbeit sehr gut vorstellen. Aufgrund ihrer Qualifikationen hat sie auch gute Chancen.“

Wir haben Roland Grüttner weitere Fragen zum Schulstandort Bergkirchen gestellt:

Welche Schwerpunkte setzen Sie ab September für das neue Schuljahr?

Da ich eine kollegiale Führungskultur pflege, setze nicht ich allein die Schwerpunkte, sondern das geschieht in Absprache mit den jeweils betroffenen Teilen des Kollegiums. Folgendes steht bereits sicher an: Die Kolleginnen der Grundschule haben bewirkt, dass wir eine SINUS-Schule werden. Das heißt, dass Mathematik in der Grundschule entlang der Ideen des neuen Lehrplans intensiviert wird.
   In der Mittelschule wächst der neue Lehrplan Plus weiter nach oben und kommt in der 7. Jahrgangsstufe an. Dort und in der 5. Jahrgangsstufe müssen wir sehen, wie wir das neue Pflichtfach Informatik umsetzen. Wir haben in Bezug auf die Digitalisierung beschlossen, Tablets in Klassenstärke anzuschaffen. Dazu benötigen wir eine WLan-Infrastruktur, eine zuverlässige und flexible Administration und weitere Fortbildungen. Derzeit hängt der Ausbau laut Auskunft der Gemeinde an technischen Schwierigkeiten. Das elektronische Eltern-Schüler-Informationssystem ESIS ist eingerichtet und wird ausgebaut, so dass im nächsten Jahr etliche Abläufe (Elternbriefe, Rückmeldungen, Krankmeldungen, Buchung von Elterngesprächszeiten...) vereinfacht und papierlos gestaltet werden können.

Im vergangenen Schuljahr gab es zwei neunte Klassen. Reicht die Zahl von nur acht Schülern der bisherigen achten Klasse für die nächste Neunte aus?

Das Schulamt und unsere Verbundskoordinatorin Cordula Weber in Odelzhausen haben sich im Frühjahr bereits sehr flexibel gezeigt und betont, dass sie eine Abschlussklasse nicht auflösen wollen. Inzwischen sind wir bei 13 Schüler/innen, so dass es nicht mehr gar so wenige sind.

Ist der Fortbestand der M 10 sichergestellt?

Da gibt es keinerlei andere Bestrebungen und auch keinen Schülermangel (Anm.: aktueller Stand: 24). Wir haben jetzt bereits einige Schüler an andere M-Zweige weiterempfohlen. Die letzte Auszeichnungsfeier der Landkreisbesten hat gezeigt, dass unser Modell mit Betonung des Wirtschaftszweigs hervorragende Leistungen bewirkt.

Ingrid Koch

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Mehr Frauen in die Politik
Hubert Böck aus Indersdorf will SPD-Landrat werden. Am Samstag wurde er von 98 Prozent seiner Genossen im Gasthaus Doll in Ried offiziell zum Landratskandidaten gewählt.
Mehr Frauen in die Politik
Wohnungsleerstand soll in Doktorarbeit untersucht werden
Knapp 2000 Wohnungen im Landkreis stehen leer. In einer Doktorarbeit sollen nun die Gründe dafür erforscht und Vorschläge erarbeitet werden, um den Wohnungsleerstand zu …
Wohnungsleerstand soll in Doktorarbeit untersucht werden
5. Landkreisgymnasium: Lokalpolitiker wollen gegen Entscheidung des Kultusministeriums protestieren
Quer durch alle Parteien formiert sich der Protest im Dachauer Kreistag gegen die Entscheidung aus München, das fünfte Landkreisgymnasium in Röhrmoos und nicht wie vom …
5. Landkreisgymnasium: Lokalpolitiker wollen gegen Entscheidung des Kultusministeriums protestieren
Klares Ja zu Blühflächen 
Zusammen mit Partnergemeinden im Landkreis Freising will Petershausen Blühflächen fachgerecht anlegen und erhalten. Das vom Regionalentwicklungsverein Dachau Agil …
Klares Ja zu Blühflächen 

Kommentare