„Sigi“ Blank ist im Alter von 73 Jahren gestorben
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„Sigi“ Blank ist im Alter von 73 Jahren gestorben

„Legenden sterben nie!“

Ein Grab mit Blick auf das Sportgelände - Abschied von Firmenchef und Fußballgönner Sigi Blank

Siegfried „Sigi“ Blank, Seniorchef der Firma Gündinger Trockenbau GmbH, ist nach langer Krankheit am 20. Dezember im Kreise seiner Familie aus dem Leben geschieden. Er hinterlässt seine Frau Brigitte, seine vier Kinder mit ihren Angehörigen sowie viele Freunde und Weggefährten.

VON INGRID KOCH

Günding – Der Gründer des Familienunternehmens wurde am 28. Januar 1947 in Pöttmes geboren. Da die Beisetzung auf dem Gündinger Friedhof im engsten Familienkreis stattfinden muss, schlägt die Familie auf der Homepage der Firma vor, am 28. Januar 2021, dem Geburtstag des Verstorbenen, zur Erinnerung ein Licht anzuzünden.

Wie Tochter Michaela berichtet, wünschte sich ihr Vater ein Grab auf dem Gündinger Friedhof mit Blick auf das Sportgelände des SV Günding. Schwiegersohn Jürgen Gabler sagt: „Sigi Blank, eine Legende im Familien-, Arbeits- und Sportleben, ist für immer gegangen, wobei Legenden nie sterben!“ Denn: „Zunächst machte sich Sigi mit seinem Montagebetrieb selbstständig. Aber das reichte ihm nicht, er bildete sich weiter, besuchte die erste Meisterschule 1986/87 in Nürnberg und gehörte zu den ersten Trockenbaumeistern in Deutschland“, sagt Gabler.

Alle vier Kinder arbeiten in dem Unternehmen mit, das einen sehr guten Ruf genießt. Sigi Blank war nicht nur erfolgreich im Beruf, sondern auch ein sehr geselliger Mensch und „ein kluger Sportler und kopfballstarker Fußballer“, wie Josef Huber, ein langjähriger Sportfreund aus Eschenried, erzählt. „Er war als Fußballer im ganzen Landkreis Dachau bekannt“, sagt Sohn Stefan, seit 2014 Geschäftsführer der Gündiger Trockenbau GmbH.

Zu Beginn spielte er als junger Mann beim SC Dachau, „einer kunterbunten Truppe“, so Josef Huber, der „den Sigi auch menschlich sehr schätzte“. Dann spielten beide zunächst ab 1969 beim Fußballverein Rot-Weiß Birkenhof. Zu seinem „Herzensverein“ kehrte der leidenschaftliche Fußballer Sigi, unter anderem als Technischer Leiter, später erneut zurück, nach einem Wechsel zum ASV Dachau und TSV Schwabhausen.

Nach der aktiven Karriere betätigte er sich als großzügiger Sponsor für Sportvereine, wie den SV Günding, und für Hilfsorganisationen. Das große Herz seines Schwiegervaters unterstreicht Gabler, selbst leidenschaftlicher Fußballer und Mitglied im Beirat des SVG, an einem Beispiel, als es zunächst nur um neue Spielbälle für den SVG ging und er erwähnte: „Wir brauchen Trainingsanzüge und Fußballtaschen“. Die Antwort: „Kauf ein, dass die Buam guad ausschaun“.

„Das war Sigi“. Und aus Sicht des THW: „Sigi Blank war von Anfang an Mitglied im THW-Förderverein. Seine Menschlichkeit und sein Engagement, wenn es um die Belange des THW Dachau ging, waren beispielhaft“, sagt Sven Langer, Vorsitzender des Fördervereins.

„Wir waren eng befreundet“, ergänzt Georg Leitenstorfer als ehemaliger THW-Ortsbeauftragter. Besonders für die THW-Jugend habe sich der Freund eingesetzt. „Durch die langjährige enge Beziehung mit dem „Nachbarn“ (mit Wohn- und Firmensitz schräg gegenüber dem THW) entwickelte sich über Jahrzehnte eine lange, enge und freundschaftliche Verbindung mit der ganzen Familie Blank“, heißt es weiter in der Würdigung. So war Stefan Blank jahrelang Betreuer der THW-Jugend, ist weiterhin aktives THW-Mitglied, genauso wie weitere Familienmitglieder Helfer oder auch Führungskräfte im THW Dachau sind.

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