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Die Schulabgänger in St. Johann Baptist nach dem Gottesdienst.

Mittelschüler in Bergkirchen verabschiedet

Die besten Jahrgänge aller Zeiten

Wie es in Bergkirchen Tradition ist, beginnt die Verabschiedung der Mittelschüler mit einem Gottesdienst. Danach wird gefeiert.

Bergkirchen – Der Gottesdienst fand in der Pfarrkirche St. Johann Baptist statt, Pastoralreferent Walter Hechenberger gab den Absolventen Gottes Segen für den nächsten Schritt ins Leben mit auf den Weg.

Dann wurde ausgelassen gefeiert im Gasthaus Göttler in Rumeltshausen. Die Schulabgänger der beiden neunten und der M10-Klasse der Grund- und Mittelschule hatten allen Grund zum Feiern, „denn sie waren die besten Jahrgänge aller Zeiten in Bergkirchen“, sagt Klaus Nefzger, M10-Klassenlehrer.

Nicht nur seine Schüler haben alle den MSA (Mittleren Bildungsabschluss) geschafft, erfolgreich waren zur Freude seiner Kollegen Felix Kroschewski (9a) und Christian Riedlberger (9b) auch die Neuntklässler, die alle stolz auf ihren „Quali“ sein dürfen.

Bürgermeister Simon Landmann freut sich jedes Jahr wieder, dass Bergkirchner Schüler zu den Besten im Landkreis gehören: Heuer wurden insgesamt neun Absolventen ausgezeichnet. Zu den Quali-Besten gehören: Nicolas Brutsch (1,0), Benjamin Sing (1,1), Leonie Weber (1,2), Elisa Streng (1,3), Stella Glas (1,4) und Julian Britner (1,5). Die Besten mit Mittelschulabschluss in Bergkirchen sind: Marie Müller (1,2), Wiktoria Mazur (1,2) und Alexandra Niederreiter (1,5).

Klaus Nefzger ging in seiner aufrüttelnden Abschlussrede zunächst auf die erlebnisreiche „Mega-Klassenreise der M 10 nach London“ ein, er erzählte die „Geschichte mit dem gestohlenen Personalausweis“ und von der „Odyssee“ am Londoner Flughafen. Das Pech sei gewesen, dass „ein deutscher Grenzbeamter nicht über seinen Schatten springen konnte und seinen Handlungsspielraum ausnützen wollte. Mit der Bahn hätte man ohne Ausweiskontrolle über den Ärmelkanal ausreisen können“. Bedanken wollte er sich aber noch einmal bei drei mutigen, hilfsbereiten Menschen: „Von ihnen habe ich viel gelernt, und ich möchte diese Erfahrung deswegen auf keinen Fall missen“. Das waren ein indischer Flughafenmitarbeiter, der Chef am Bahnhofsschalter und ein Hostelmitarbeiter.

„Ich führte mir die Flüchtlingssituation vor Augen und stellte mir vor, wie es diesen Menschen wohl ergangen sein muss, die ebenfalls ausreisen wollten. Unser kleines Abenteuer war geradezu lächerlich dagegen“. Nächstenliebe, Menschlichkeit, Humanismus müsse über allem stehen. Nefzger: „Müsste man nicht auch mehr Zivilcourage an den Tag legen? Vielleicht sogar zivilen Ungehorsam zeigen?“ Als Beispiele führte er an: Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete, die Menschen vor dem Ertrinken rettet, die US-Amerikanerin Megan Rapino, die auf eine Auszeichnung im Weißen Haus verzichtet, weil sie soziale Ungerechtigkeit, Rassismus und Homophobie unter Donald Trump anprangert. Und schließlich Greta Thunberg, die sich für Nachhaltigkeit und Reduzierung der Treibhausgase einsetzt.

Zum Schluss seiner bewegenden Ansprache ging der Schwenk wieder zu den „ lieben Schülerinnen und Schülern“: „Das Jugendwort des Jahres ist ja ,Smombie‘ (Anm.: Smarphonezombie). Warum wohl? Man könnte ja meinen, das Smartphone wurde nur erfunden, um ganze Generationen unmündig, mundtot und manipulierbar zu machen. Aber lasst das nicht zu. Jetzt seid Ihr dran. Dies ist Eure Zeit, Eure Zukunft, Eure Welt.“ Und weiter: „Setzt Euch ein, empört Euch, lasst Euch nicht belügen, bezieht Stellung und fragt nach. Gebt alles, haut’s eich nei.“

ink

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